Kagan rät, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und offen für eine engmaschigere Betreuung zu sein. Als Orientierung dient das individuelle Risikoprofil – in der Hoffnung, mögliche Probleme früher erkennen zu können.
Wer sich mit dem Thema Trisomien beschäftigt, dem empfiehlt der Pränatalmediziner eher einen nicht invasiven Pränataltest, also einen NIPT, anstelle einer Fruchtwasseruntersuchung. Allerdings, so führt Kagan aus, mache der Test nur Sinn, wenn das Ergebnis auch Konsequenzen für das weitere Vorgehen habe. Wer für sich entschieden hat, dass ein auffälliger Befund nichts an der Schwangerschaft ändern würde, muss diese Tests nicht machen.
Unterm Strich gilt: Ältere Schwangere haben ein erhöhtes Risikoprofil – aber das bedeutet nicht, dass es nicht funktioniert. Es bedeutet, dass man gut informiert und gut betreut sein sollte.