| Jennifer Evans |
| 28.08.2026 11:00 Uhr |
Dennoch zeigt der Beauty-Trend, dass die erfolgreichen Inhalte rund um die Periode eine Art Gegenbewegung zu Scham und mangelnder Aufklärung zu sein scheinen. Die Ergebnisse decken sich mit einer Studie, die erstmals Inhalte und Qualität deutschsprachiger Menstruationsvideos auf YouTube, Instagram und TikTok untersuchte.
Dabei zeigte sich: YouTube bietet im Plattformvergleich die gehaltvollsten Beiträge. Auf Instagram dominiert laut Autorenteam hingegen die Darstellung als subjektives Erlebnis – teils negativ als persönliches Leiden, teils positiv als Ausdruck weiblicher Identität oder als Thema feministischen Aktivismus. Auf TikTok wiederum regen die kurzen Clips viele Jugendliche dazu an, ihre eigenen Erfahrungen zu teilen.
Auffällig ist die Herkunft der Inhalte: 42 Prozent der Produzentinnen und Produzenten sind Gesundheitslaien, nur 17 Prozent stammen von medizinischen Fachpersonen. Inhaltlich kreisen die Videos vor allem um das persönliche Menstruationserleben und den praktischen Umgang mit der Blutung.
Das Fazit der Studie: Gemessen an Qualitätskriterien evidenzbasierter Gesundheitsinformation bestehen deutliche Defizite. Die Forschenden sehen klaren Handlungsbedarf, um die Social-Media-Inhalte zu verbessern.