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Hersteller werben für Angebot
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Warum sich Impf-Apotheken lohnen

Die Hersteller sprechen sich dafür aus, das Impfangebot in Apotheken zu erweitern. Das wundert nicht weiter, da sie von höheren Impfquoten finanziell profitieren. Doch auch volkswirtschaftlich würde sich die Prävention in der Apotheke aus ihrer Sich lohnen.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 29.04.2025  16:00 Uhr
Männer lieber in der Apotheke als beim Arzt

Männer lieber in der Apotheke als beim Arzt

Moderna-Geschäftsführer Andreas Pollner zufolge werden Innovationen in der Impfstoff-Herstellung in den nächsten Jahren extrem wichtig sein. 43 Projekte auf Basis der mRNA-Technologie seien in der Entwicklung. Der Vorteil liege vor allem in der Möglichkeit, die Impfstoffe bei Bedarf schnell anpassen zu können.

Pollner bemängelte aber den Zeitverzug bei der Versorgung mit neuen Impfstoffen. So vergingen ein bis anderthalb Jahre zwischen der Zulassung und einer Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), mit dann noch anschließenden Verhandlungen. Hier müsse es eine Übergangsregelung geben: Eine allgemeine Vergütung nach der Impfempfehlung, fordert Pollner. Auch er sprach sich für Impfungen in der Apotheke aus, denn gerade Männer hätten größere Hemmungen, einen Arzttermin auszumachen.

Kippels hat keine Bedenken 

Der CDU-Abgeordnete und designierte Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Georg Kippels (CDU), verwies als Gast der Runde bei Pharma Deutschland auf unsere französischen Nachbarn, wo schon viel mehr in Apotheken geimpft werde. Als Jurist werde er zwar beim Wort »Haftung« sofort hellhörig. Es gehe aber hier nicht um unkalkulierbare Risiken, sondern um ein niedrigschwelliges Angebot.

Um die Quoten wirklich zu erhöhen, ist die richtige Kommunikation für Kippels das A&O: Sei die Impfung als Vorsorge gegen Ansteckung, gegen einen schweren Verlauf der Krankheit oder zur Eindämmung der Übertragbarkeit vorgesehen? »Patienten sind heute differenzierter in ihrem Wissendurst«, weiß Kippels. Deshalb müsse die Diskussion über das Impfen stärker in der Öffentlichkeit platziert werden.

Dazu kann Kippels vermutlich demnächst noch mehr beitragen. Er soll Parlamentarischer Staatssekretär unter der designierten neuen Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) werden.

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