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Mecklenburg-Vorpommern
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Warnung vor »Verzwergung« der Apotheke 

Bei der Delegiertenversammlung der Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern erklärte ABDA-Pressesprecher Benjamin Rohrer ausführlich die Hintergründe der Öffentlichkeitsarbeit. Kammerpräsident Georg Engel mahnte angesichts der Strukturveränderungen durch die Apothekenreform zur Wachsamkeit. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 13.06.2026  09:10 Uhr

Am Mittwoch fand die Kammerversammlung der Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin statt. Zu Beginn der Versammlung hielt ABDA-Pressesprecher Benjamin Rohrer einen Vortrag, in dem er die Öffentlichkeitsarbeit der ABDA ausführlich erläuterte. 

Eingangs erklärte Rohrer, dass man unterschiedliche Zielgruppen unterschiedlich ansprechen müsse. Für die Bundestagsabgeordneten sei eine andere Ansprache notwendig, als für berufsunentschlossene Jugendliche, die man von Apothekenberufen überzeugen will. 

Beim Umgang mit Politikern gelte es außerdem eine weitere Besonderheit zu beachten. »Es ist immer wichtig, welche Gesetzgebungsphase gerade läuft.« In der Phase des Kabinettsbeschlusses bringe es noch nichts, die  Abgeordneten anzusprechen, weil die das Gesetz noch gar nicht kennen würden. Stattdessen müsse man sich an die Ministerien wenden, erklärte Rohrer

Auch der ABDA-Stand am CDU-Parteitag sei ein guter Weg gewesen, um die Spitzenpolitik zu erreichen. »Wir hatten in wenigen Tagen die Möglichkeit, mit allen Spitzenpolitikern der Partei ins Gespräch zu kommen«, so Rohrer – unkompliziert und ohne lange Terminvereinbarung. Im Rahmen des CDU-Parteitags habe die ABDA außerdem gezielt Werbeflächen an der U-Bahnstation am Parteitagsgelände gemietet, damit die Besucher schon bei der Anreise mit den Anliegen der Apothekerschaft konfrontiert werden. 

Apotheker machen Politik Druck 

Doch auch die Apothekerinnen und Apotheker hätten geholfen, Druck auf die Politik auszuüben. So seien allein die Materialien der »Nulltarif« Kampagne insgesamt 185.000 mal heruntergeladen worden. Auch die dazugehörige Petition habe inzwischen mehr als 300.000 Unterschriften. »Wenn nur die ABDA das allein kommuniziert hätte, wären wir vielleicht auf ein paar Tausend Unterschriften gekommen. Aber Sie haben die Petition in Ihren Apotheken verbreitet und nur deswegen lief die Petition so gut«, sagte Rohrer

Der ABDA-Pressesprecher ging auch auf den großen Protesttag im März ein. Man habe sich bewusst dazu entschlossen, die Demonstrationen an vier Standorten zu veranstalten, damit Apothekerinnen und Apotheker aus ganz Deutschland kommen können. Die Apothekenschließungen und die Proteste erfuhren viel mediale Aufmerksamkeit. »Wir waren laut und wir haben tolle Bilder produziert. In Berlin habe ich vom Brandenburger Tor bis zum Alexanderplatz nur Weiß gesehen. Das waren beeindruckende Bilder«, freute sich der Pressesprecher.

Mit den Kampagnen habe man nicht nur die Politik, sondern auch viele Bürgerinnen und Bürger erreicht und bei diesen ein Umdenken erzeugt. »Wir müssen die unterschwellige, eher negativ gestimmte Meinung gegenüber der Apothekerschaft in der Bevölkerung knacken. Und das schaffen wir mit Imagekampagnen, aber auch mit solchen Protestaktionen«, erklärte Rohrer. Die Erhöhung des Fixums und die neuen pharmazeutischen Dienstleistungen seien auch ein Erfolg der Lobbyarbeit der ABDA gewesen. 

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