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Großhandel
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Wackelt die AEP-Übernahme?

Eigentlich schien alles klar: The Platform Group (TPG) will den Großhändler AEP übernehmen, die Kartellbehörden haben schon grünes Licht gegeben. Doch der Abschluss lässt auf sich warten – und um TPG gibt es aktuell reichlich Wirbel.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 16.06.2026  09:00 Uhr

Am 26. Januar machte TPG die geplante Übernahme von AEP offiziell. Mehrheitseigner Österreichische Post sowie die weiteren Anteilseigner sollen gemäß den Plänen gemeinsam und komplett an TPG verkaufen, zusammengefasst in der Muttergesellschaft »Adelheid«.

Die Freigabe des Bundeskartellamts erfolgte laut TPG-Mitteilung vom 31. März. Darin heißt es auch: Mit einem Abschluss der verbliebenen, umfassenden Kaufvertragsinhalte und vertraglichen Abschlussbedingungen werde »bis Ende Mai 2026 gerechnet«. Der Vorstand zeigte sich zuversichtlich, auch die finale Finanzierungsstruktur dann kommunizieren zu können.

Doch noch konnte kein Vollzug gemeldet werden. Die Österreichische Post teilte der PZ mit: »Die Transaktion ist noch nicht abgeschlossen.« Man sei derzeit noch im Besitz der Anteile an Adelheid, die wiederum 100 Prozent von AEP hält. Mehr gebe es in Hinblick auf die laufende Transaktion derzeit nicht dazu zu sagen.

Stand der Finanzierung

Woran es hakt und wie es um die Finanzierung steht, war auf kurzfristige Nachfrage von TPG bislang nicht zu erfahren. Was die Finanzierung des Deals betrifft, hieß es in der TPG-Mitteilung Ende März, sie basiere »auf einem klar definierten und diversifizierten Finanzierungskonzept, das Eigenmittel sowie Fremdkapital kombiniert«. Das Ganze sei »bereits weit fortgeschritten«, der Vorstand prüfe die Optionen mit größter Sorgfalt. Der ursprünglich avisierte Zeitplan wurde jedenfalls schon gerissen, obwohl dem Verkauf schon ein ungewöhnlich langer Akquisitionsprozess vorangegangen war.

Dabei könnte TPG einen Abschluss gerade jetzt gut gebrauchen. Das »Manager Magazin« berichtete Ende vergangener Woche über angeblich brisante Vorgänge bei TPG. Der Börsenkurs der Gruppe brach am gestrigen Montag deutlich ein. TPG wehrt sich juristisch gegen die Berichterstattung, wie Vorstandschef Dominik Benner gegenüber der PZ bestätigte. Zu AEP will er sich zu einem späteren Zeitpunkt äußern.

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