»Um One Health zu erreichen, müssen die FIP und die WHO weiterhin eng zusammenarbeiten«, sagte FIP-Präsident Paul Sinclair (links) bei der Eröffnung des 84. Weltkongresses für Pharmazie und pharmazeutische Wissenschaften in Montreal. / © International Pharmaceutical Federation (FIP)
Bis zum 2. September diskutieren beim FIP unter dem Motto »One Health, One Pharmacy – Brückenschlag zwischen Wissenschaft, Praxis und Ausbildung« rund 3170 Apothekerinnen und Apotheker aus 113 Ländern. Eine zentrale Rolle spielt dabei der One-Health-Ansatz. Dieser betrachtet die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt ganzheitlich, um neue Krankheiten zu verhindern und die globale Gesundheit zu verbessern. Er wird aktiv von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützt.
»Um One Health zu erreichen, müssen die FIP und die WHO weiterhin eng zusammenarbeiten«, so das Fazit von Paul Sinclair, FIP-Präsident. Laut einer Pressemitteilung des Kongresses betonte er in seiner Rede die enge Zusammenarbeit der zwei Organisationen. So beteiligte sich der Verband an der diesjährigen Weltgesundheitsversammlung, dem höchsten beschlussfassenden und entscheidenden Organ der WHO. Der Verband vertrat die Pharmazie bei mehr als 80 Veranstaltungen und nahm an 15 Partnerveranstaltungen teil. Darüber hinaus richtete er drei Nebenveranstaltungen zu den Themen Selbstversorgung, humanitäre Hilfe und Zugang zu Arzneimitteln sowie Tabakentwöhnung aus.
Mit Blick auf die Zukunft hob Sinclair die bevorstehende FIP-Erklärung von Montreal zu nicht übertragbaren Krankheiten hervor. Diese wird im Laufe des Kongresses vorgestellt. Er betonte, dass Fortschritte in der Pharmazie nur durch gemeinsames Handeln der gesamten globalen Apothekergemeinschaft erzielt werden können. Er rief diese dazu auf, auch weiterhin zusammenzuarbeiten, um den Berufsstand weltweit voranzubringen. »Vorwärts mit der Pharmazie. Vorwärts mit der FIP«, sagte er.
Beim Kongress werden unter anderem die Stärkung der Pharmazie in der primären Gesundheitsversorgung, ein verantwortungsvoller Umgang mit Arzneimitteln sowie die Resilienz der Arzneimittelversorgung thematisiert. Darüber hinaus wird erörtert, wie das Gesundheitspersonal den sich wandelnden Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten gerecht werden kann.
Die ABDA informiert, dass parallel zum Kongress auch das FIP Council tagt. Auf der Agenda stehen demnach unter anderem die Wahlen eines neuen Präsidenten oder einer neuen Präsidentin sowie mehrerer Vizepräsidenten und die Haushaltsplanung.
Der deutschen Delegation gehören Mathias Arnold (ABDA-Delegationsleiter), Armin Hoffmann (Präsident der Bundesapothekerkammer), Franziska Scharpf (Vizepräsidentin der Bundesapothekerkammer) und Nina Griese-Mammen (Bereichsleiterin Arzneimitteltherapiesicherheit und pharmazeutische Dienstleistungen) an.