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Erste Hilfe

Viele wollen helfen, sind aber unsicher

Bei Unfällen sind laut einer Umfrage in Deutschland die Hilfsbereitschaft, aber auch die Unsicherheit groß. In der Studie des Marktforschungsinstituts Toluna im Auftrag des Klinikkonzerns Asklepios gaben 76 Prozent der online Befragten an, sie seien schon einmal bei einem Notfall stehen geblieben und hätten Hilfe angeboten. Tatsächlich leisteten aber nur 50 Prozent dieser Menschen Erste Hilfe. 
20.09.2018  12:20 Uhr

72 Prozent sind froh, wenn sie sehen, dass schon andere helfen und sie selbst weiterfahren können. Je schwerer die Verletzungen sind, umso mehr zögern die Helfer. Bei Fahrradunfällen mit leichten Blessuren würden 81 Prozent der Befragten helfen, bei Schwerverletzten aber nur knapp die Hälfte (48 Prozent).

Auch grundlegende Verhaltensregeln bei Unfällen sind nicht selbstverständlich, wie die Umfrage weiter zeigt. 38 Prozent erklärten, sie seien schon mal zu einem Unfall gegangen um zu schauen. 10 Prozent der 18- bis 39-Jährigen gaben zu, sie hätten bei Unfällen schon mal ein Foto oder Video gemacht. Bei den über 40-Jährigen räumten dies nur 2 Prozent ein.

Wie man eine Rettungsgasse auf der Autobahn bildet, wussten nur 54 Prozent richtig zu sagen: nämlich zwischen der ganz linken und den übrigen Fahrspuren. «Es gibt große Wissenslücken zum Verhalten bei schweren Unfällen oder Notfällen, während das Interesse, zuzuschauen oder gar Fotos oder Videos zu machen, sehr hoch ist», sagte der Konzerngeschäftsführer der Asklepios-Kliniken, Thomas Wolfram. (dpa)

Foto: Fotolia/Flavio Marinoni

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