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Antibiotika-Therapie
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Viel hilft nicht immer viel

Eine Untersuchung im Brustzentrum der KEM zeigt, dass die postoperative Antibiotikagabe nach Brustimplantat-Operationen von 72 auf 24 Stunden verkürzt werden kann, ohne die Wundinfektionsrate zu erhöhen. Das Projekt unterstreicht die Bedeutung eines rationalen Antibiotikaeinsatzes.
AutorKontaktMaike Wittmann
Datum 10.09.2026  07:00 Uhr
Rationale Therapie im Auge behalten

Rationale Therapie im Auge behalten

Um Antibiotika-assoziierte Nebenwirkungen und eine Resistenzentwicklung zu vermeiden, ist es essenziell, die optimale Dauer der antiinfektiven Therapie zu kennen und immer wieder zu hinterfragen. Nur wenn Antibiotika langfristig gezielt eingesetzt werden, können sie effektiv wirken. Dies ist auch deshalb wichtig, weil nur eine limitierte Anzahl von Antibiotika neu entwickelt wird. Zusätzlich sorgen Lieferengpässe dafür, dass ein umsichtiger, kontrollierter und angemessener Umgang mit Antibiotika in allen Bereichen der Medizin notwendig ist.

Um stationäre Antibiotikatherapien zu verbessern, werden Antibiotic-Stewardship-(ABS-)Teams eingesetzt. Ziel ist es, sowohl durch lokale als auch durch krankenhausübergreifende Projekte und Maßnahmen wie ABS-Visiten, Auswertungen von Resistenzentwicklungen sowie Fort- und Weiterbildungsangeboten das Verordnungsverhalten langfristig zu optimieren. Apotheker sind Teil des ABS-Teams und bringen einen entscheidenden Mehrwert in den genannten Projekten.

Auch in öffentlichen Apotheken können Apotheker für einen rationalen Antiinfektiva-Verbrauch sorgen. Die Annahme, dass orale Antibiotika bis zum Ende der Packung eingenommen werden müssen, gilt heute als überholt. Apotheker können bei der Abgabe des Arzneimittels die Patienten gezielt aufklären und auf geeignete Therapiedauern hinweisen.

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