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OTC-Markt 
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Versender gewinnen, Apotheken verlieren

Der neue IQVIA-Marktbericht zeigt, dass der Umsatz der Vor-Ort-Apotheken mit OTC-Präpraten im ersten Quartal 2026 leicht zurückgegangen ist. Gleichzeitig können sich die Versandhändler über ein Plus von fast 10 Prozent  freuen. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 18.06.2026  14:30 Uhr

Das auf das Gesundheitswesen spezialisierte Datenanalyseunternehmen IQVIA illustriert in seinen Marktberichten regelmäßig die Entwicklung des deutschen Pharmamarktes. Der neueste Bericht zeigt, dass der gesamte Pharmamarkt (Apotheke und Klinik) im ersten Quartal des Jahres 2026 eine Umsatzsteigerung von 4,6 Prozent verzeichnen konnte. Demnach wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 25,2 Milliarden Zähleinheiten (zum Beispiel Kapseln oder Hübe) im Wert von 17,3 Milliarden Euro abgegeben. 

Laut dem IQVIA-Bericht verzeichnete der Apothekenmarkt im ersten Quartal 2026 ein Umsatzwachstum

von 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im gleichen Zeitraum war der Absatz jedoch um 4,1 Prozent rückläufig. Die Apotheken haben insgesamt 426,7 Millionen Packungen im Wert von 14,8 Milliarden Euro an ihre Patienten abgegeben. 

Im Apothekenmarkt wuchs der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Arzneimittel sogar um knapp 6 Prozent. Gleichzeitig war der Absatz mit minus 1,3 Prozent leicht rückläufig. Das Entspricht einem Marktvolumen von rund 13,1 Milliarden Euro sowie 199,5 Millionen abgegebenen Packungen. Als Wachstumstreiber macht IQVIA die patentgeschützten Arzneimittel aus. Die Biosimilars verzeichneten sogar ein Wachstum von 15,6 Prozent. 

Im ersten Quartal gaben die Apotheken 227,2 Millionen Packungen an rezeptfreien Arzneimitteln ab, was einem Rückgang von 6,5 Prozent entspricht. Auch der Umsatz im OTC-Segment sank um 2,7 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. 

Versender legen deutlich zu 

Ins Auge fällt, dass der Versandhandel für rezeptfreie Arznei- und Nichtarzneimittel im ersten Quartal 2026 nach Wert um 9 Prozent auf 966 Millionen Euro wuchs. Die von den Versendern abgesetzte Menge stieg um 7,2 Prozent auf 73 Millionen Packungen. Am stärksten wuchs das Geschäft der Versender im Bereich der Augenpräparate (plus 17 Prozent), gefolgt von der Gruppe der Vitamine, Mineralstoffe und Nahrungsergänzungen (plus 14,4 Prozent). 

Abzüglich der Abschläge von Herstellern und Apotheken gab die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im ersten Quartal 2026 15,0 Milliarden Euro für Arzneimittel aus, ein Anstieg von 3,6 Prozent verglichen mit dem ersten Quartal 2025. Außerdem wurden 183,25 Millionen Packungen zulasten der GKV abgegeben, ein Rückgang von 2,8 Prozent. Die größten Zuwächse gemessen am Umsatz verzeichneten die GLP-1 Agonisten (plus 30,2 Prozent) und die Interleukin Inhibitoren (plus 18 Prozent). 

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