Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Bestellungen nicht mehr möglich
-
Versandapotheke Disapo ist insolvent

Nach übereinstimmenden Medienberichten hat die niederländische Versandapotheke Disapo Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen wurde 2024 vom europäischen Beauty-Konzern Douglas abgestoßen und gehörte zuletzt zum digitalen Gesundheitsdienst MYA Health.
AutorKontaktPZ
Datum 28.09.2026  12:15 Uhr

Suche nach neuem Käufer

Hinter MYA Health steht ein digitales Gesundheitsangebot, das über eine mobile Anwendung verschiedene Services rund um Rezepte und verschreibungspflichtige Medikamente bündelt. Gegründet wurde das Unternehmen von Christian-Alexander Vry und Daniel Lewinski. Lewinski war bereits zuvor gemeinsam mit Vry und David Schmidt unternehmerisch im Gesundheitsbereich aktiv: 2021 gründeten die drei das Unternehmen Apothera.

Bereits vor der Einleitung des Insolvenzverfahrens soll MYA Health nach einem neuen Käufer für Disapo gesucht haben. Nach Angaben verschiedener Medien wurden über einen längeren Zeitraum Gespräche mit potenziellen Investoren aus Deutschland und China geführt. Zu einem Verkauf kam es letztlich nicht; die Verhandlungen sollen kurz vor einem möglichen Abschluss abgebrochen worden sein.

Berichten zufolge fehlten dem Unternehmen die finanziellen Mittel, um das Geschäft und dessen weitere Entwicklung ausreichend zu finanzieren. Gleichzeitig sollen sich offene Forderungen von insgesamt rund 2,2 Millionen Euro angesammelt haben, vor allem gegenüber Arzneimittellieferanten sowie Anbietern von Milchpulver. Wie sich die finanzielle Situation von Disapo im Detail darstellt, lässt sich derzeit allerdings nicht abschließend beurteilen, da bislang kein vollständiger öffentlich zugänglicher Insolvenzbericht mit einer Aufstellung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten vorliegt. Den Insolvenzantrag reichte die disapo.de Apotheke B.V. schließlich selbst ein.

Mehr von Avoxa