| Alexandra Amanatidou |
| 06.10.2026 14:30 Uhr |
Der Drogerieriese dm wirbt mit Selbsttests von Mivolis »inklusive Laboranalyse«. / © Imago/Manfred Segerer
Im Sommer 2025 startete dm in Zusammenarbeit mit dem Start-up Aware Health ein Pilotprojekt für Blutanalysen in ausgewählten dm-Märkten. Nun ist diese Zusammenarbeit beendet. Das Longevity-Start-up steht seit Ende Mai im Insolvenzverfahren.
»Gemeinsam mit Aware Health möchten wir uns für das große Interesse an unserem Angebot bedanken«, schreibt das Unternehmen. »Die wertvollen Erfahrungswerte, die wir in dieser Zeit sammeln konnten, helfen uns, unser Dienstleistungsangebot weiter zu verbessern.«
Während der Pilotphase konnten Kundinnen und Kunden eine Blutentnahme durchführen lassen. Anschließend wurden verschiedene Gesundheitswerte, unter anderem Vitamine, Mineralstoffe oder Hormone, analysiert und ausgewertet.
Den Kundinnen und Kunden sollen die bereits erhobenen Gesundheitsdaten demnach weiterhin uneingeschränkt in der Aware-App und im Webportal zur Verfügung stehen. Auch Laborbefunde können weiterhin als PDF-Dokument heruntergeladen werden.
Nun wirbt der Drogerieriese mit Selbsttests von Mivolis »inklusive Laboranalyse«. »Die Tests können zu Hause durchgeführt werden, und das medizinische Labor sorgt anschließend für das präzise Ergebnis«, wirbt dm. Weiterhin bewirbt die Drogeriekette aus Karlsruhe ihre umstrittenen Angebote wie das Augenscreening in Kooperation mit Skleo Health, die KI-gestützte Hautanalyse und die Hautuntersuchung durch eine Online-Hautärztin beziehungsweise einen Online-Hautarzt in Kooperation mit dermanostic.
Außerdem versendet die Drogeriekette seit dem vergangenen Jahr OTC-Medikamente aus Tschechien. Bald sollen zudem Herz-Kreislauf-Checks in den Filialen angeboten werden. Die Angebote des Unternehmens stoßen seit Langem auf Kritik von Fachverbänden und aus der Politik. Die Wettbewerbszentrale hat das Unternehmen sogar wegen des Augenscreenings verklagt. Das Gericht will am 9. Dezember ein Urteil sprechen. Das Verfahren dürfte bis zum Bundesgerichtshof (BGH) gehen.