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Shoppen im Netz
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Verliert das Schaufenster an Bedeutung?

Einkaufen per Mausklick – bequem, schnell und anonym. Welche Relevanz hat die gute alte Schaufensterdekoration in der digitalen Welt noch für eine Apotheke? Einen großen, betont die Konsumforscherin Professor Dr. Andrea Gröppel-Klein gegenüber der PZ.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 14.07.2021  15:00 Uhr

Digitale Dekoration

Ebenso lassen sich hinter der Scheibe Hinweise zu speziellen Leistungen des Betriebs gut in Form von Fotos präsentieren. Erfahrungen aus Frankreich haben Gröppel-Klein zufolge gezeigt, dass etwa eine Schnellkasse in der Apotheke, an der ein Kunde anonym sein Präparat kaufen kann, einen Mehrwert darstellt. Einen solchen zusätzlichen Service oder weitere Kernkompetenzen eines Betriebs bereits im Schaufenster anzusprechen, hält sie für einen sehr guten Weg, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Doch auch dabei ist das richtige Maß gefragt. »Eine Apotheke sollte darauf achten, dass beispielsweise bei der szenischen Präsentation von Sonnenschutzmitteln nicht plötzlich die Bademode in den Vordergrund rückt«, betont Gröppel-Klein.

Ihrer Auffassung nach könnten Pharmazeuten außerdem über das Schaufenster Interesse für ihr Unternehmen wecken, indem sie zeigen, wie Salben oder Shampoos von Hand hergestellt werden. Dieser Trend sei derzeit vor allem im Luxusmarkensegment zu beobachten. »Das Präsentieren einer Handwerkskunst hebt insbesondere die Wertigkeit der Produkte hervor und macht damit gleichzeitig ihren Preis nachvollziehbarer«, so die Konsumforscherin.

Generell empfiehlt sie, die Dekoration hinter den Scheiben etwa einmal pro Monat zu wechseln. Es muss sich dann nicht um eine aufwendige Umgestaltung handeln. »Die Digitalisierung ermöglicht zum Glück, auf einem Monitor leicht neue Fotos einzuspielen und so relativ schnell ein ganz neues Thema im Schaufenster darzubieten.« 

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