| Lukas Brockfeld |
| 08.07.2026 09:20 Uhr |
Der Apotheker glaubt, dass es in der Bevölkerung einen großen Bedarf an assistierter Telemedizin gibt. »Wir dürfen dieses Feld nicht Rossmann oder DM überlassen«, betont Göbel. »Daher müssen wir der Bevölkerung entsprechende Angebote machen. Gerade auch für Menschen, die nicht in der Lage sind, selbstständig Telemedizin zu nutzen.« Der Bedarf sei angesichts des Strukturwandels insbesondere im ländlichen Raum groß. »Wenn man diesen Schmerz vor Ort nicht hat, versteht man das nicht«, so Göbel.
Am Donnerstagabend waren unter anderem die Landtagsabgeordneten Tanja Hartdegen (SPD), Landrat Torsten Warnecke (SPD) und Heringens Bürgermeister Daniel Iliev (SPD) in der Apotheke zu Besuch, um sich das Telemedizin-Angebot erklären zu lassen. »Die fanden das total cool und waren von den neuen Möglichkeiten fasziniert«, erzählt Stefan Göbel. Auch ein Bundestagsabgeordneter hatte sich angekündigt, musste aus terminlichen Gründen aber kurzfristig absagen. Neben den Politikern waren mit Christian Ude und Schamim Eckert auch die Spitzen der Landesapothekerkammer Hessen zu Gast.
Für Stefan Göbel ist der Kontakt zur Politik wichtig, auch um zu zeigen, was die Apotheken alles leisten. »Wir müssen über Telemedizin reden und auch generell über die Apotheken. Wir haben zum Beispiel schon vor Jahren ohne viel Aufsehen einen Botendienst aufgebaut, der den fehlenden ÖPNV kompensiert«, so der Apotheker. Er habe mit dem Treffen einen Reiz in Richtung der Politik setzen wollen. »Und das hat auch geklappt«.