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Landtagswahl Rheinland-Pfalz

SPD bleibt stärkste Kraft, CDU sackt ab

In Rheinland-Pfalz bleibt die SPD von Ministerpräsidentin Malu Dreyer stärkste Kraft im Landtag. Laut Hochrechnungen konnten die Sozialdemokraten bei der Landtagswahl am Sonntag 35,7 Prozent der Wahlberechtigten überzeugen. Die CDU liegt mit 27,7 Prozent deutlich hinter ihrem Ergebnis von 2016. Die Grünen konnten ihr Wahlergebnis steigern. Eine Fortsetzung der Ampel-Koalition gilt als wahrscheinlich.
Benjamin Rohrer
14.03.2021  18:05 Uhr

Die SPD Rheinland-Pfalz hat im Vergleich zur Landtagswahl 2016 zwar leichte Verluste hinnehmen müssen, bleibt aber stärkste Kraft im Mainzer Landtag. Laut Hochrechnungen (Stand: 9:00) entfallen 35,7 Prozent der Stimmen auf die Sozialdemokraten, die seit 2016 in einer Koalition mit FDP und Grünen regieren. Zugewinne können die Grünen nachweisen, die laut vorläufigen Endergebnissen bei etwa 9,3 Prozent liegen, 2016 allerdings nur knapp über der 5-Prozent-Hürde landeten. Die FDP hatte bei der vergangenen Landtagswahl 6,2 Prozent der Wähler überzeugt und liegt derzeit mit 5,5 Prozent leicht im Minus.

Die CDU ist in diesem Jahr mit Christian Baldauf in den Landtagswahlkampf gezogen. Ziel war es, Malu Dreyer als Ministerpräsidentin abzulösen. Nach den Hochrechnungen zeigt sich allerdings, dass die Christdemokraten weiterhin nur zweitstärkste Kraft im Landtag bleiben: Rund 27,7 Prozent der Stimmen könnten demnach auf die CDU entfallen, 2016 hatten knapp 32 Prozent für die CDU gestimmt. Bestätigt sich dieses Ergebnis, ist es das schwächste Wahlergebnis der Christdemokraten in Rheinland-Pfalz. Verluste muss auch die AfD hinnehmen, die 2016 noch 12,6 Prozent der Wählerstimmen bekam und nun bei 8,3 Prozent liegt.

Die Linke hat den Einzug in den Landtag erneut nicht geschafft (2,5 Prozent). Ganz im Gegenteil könnten die Freien Wähler bei der diesjährigen Landtagswahl für eine große Überraschung sorgen. Denn den vorläufigen Ergebnissen zufolge liegt die Partei knapp über der 5-Prozent-Hürde (5,4 Prozent). 2016 hatten die Freien Wähler den Einzug ins Parlament deutlich verpasst.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie lag der Briefwähler-Anteil ungewöhnlich hoch bei 65 Prozent. Die Koalitionsfrage ist noch offen. Für eine Neuauflage der Ampel-Koalition könnte es reichen – wenn die FDP den Wiedereinzug ins Parlament schafft. Für eine rot-grüne Koalition sah es zumindest am späten Sonntagabend nicht gut aus.

Für die Apotheker und die Apothekenteams in Rheinland-Pfalz stellte sich im Wahlkampf natürlich die Frage, welche Pläne die Parteien haben, wenn es um das Apothekenwesen und die Arzneimittelversorgung im Land geht. Die Pharmazeutische Zeitung hatte bei den Landesverbänden in Rheinland-Pfalz nachgefragt. Hier lesen Sie nochmals alle Ergebnisse dazu.

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