Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Lehren aus der Pandemie
-
Spahn will breite Corona-Aufarbeitung

Der frühere Bundesgesundheitsminister Jens Spahn befürwortet eine Aufarbeitung der Corona-Politik durch den Bundestag, die aber breit angelegt sein sollte. „Das kann weder die rosa-rote Brille für die damalige Bundesregierung sein noch ein Volksgerichtshof der Corona-Leugner», sagte der CDU-Politiker.
AutorKontaktdpa
Datum 10.05.2024  07:52 Uhr

Corona-Krise hat Konflikte hinterlassen

Spahn sagte: »Das waren fordernde Jahre für die Gesellschaft, für jeden Einzelnen, jede Familie, jedes Unternehmen und für die Politik. Gleichzeitig müssen wir schon wahrnehmen: Jedes Land auf der Welt hat sich die gleichen Fragen wie wir gestellt und sehr ähnliche Antworten zu unseren gegeben.«

Die Corona-Krise hat auch Konflikte zurückgelassen. Spahn sagte, er erlebe beides, wenn er etwa in Veranstaltungen sei. »Da sind diejenigen, die Dankeschön sagen: ›Sie haben uns gut durch diese schwere Zeit geführt.‹ Und es gibt diejenigen, da spüre ich bis heute, gerade beim Thema Impfen, da ist viel verhärtet. Insofern kann das Gespräch helfen, auch Dinge zu heilen, wenn Offenheit dafür da ist.«

Mit einer markanten Formel hatte Spahn im April 2020 um Verständnis für schwierige Entscheidungen geworben – nämlich, »dass wir miteinander wahrscheinlich viel werden verzeihen müssen«. Und sieht er jetzt die Bereitschaft zum Verzeihen? »In der großen Mehrheit gibt es die«, sagte der CDU-Politiker. »Diejenigen, die unerbittlich sind, das sind leider meistens die Lauten. Es ist aber nicht die Mehrheit.«

Mehr von Avoxa