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Beratungspraxis

So kommt Freude hinterm HV-Tisch auf

In welchen Beratungsbereichen sich die Mitarbeiter in einer Apotheke besonders unsicher fühlen und was die Freude bei der Arbeit steigert, berichtet Dr. Andreas Folkmann von der Kommunikationsplattform Marpinion beim PZ-Managementkongress auf Mallorca.
Jennifer Evans
05.04.2019
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Gut geschulte Mitarbeiter fühlen sich sicherer in der Beratung und bekommen aufgrund dessen auch häufiger positives Feedback von den Apothekenkunden. Das berichtet Folkmann und bezieht sich dabei auf zwei Umfragen, die sein Unternehmen im März 2019 unter jeweils mehr als 1000 ApoChannel-Teilnehmern durchgeführt hat. Darunter waren Apothekeninhaber, angestellte Apotheker sowie PTA. Die Anerkennung der Beratungsleistung sei mit Blick auf die Freude bei der Arbeit für alle Befragten extrem wichtig, so der Referent. Und das wiederum steigere die Motivation. Es zahlt sich demzufolge also auch hinsichtlich des geschäftlichen Erfolgs aus, in die Fortbildung des Personals zu investieren.

Am größten ist nach Folkmanns Angaben die Nachfrage nach Schulungen im Bereich des Produkt- und Indikationswissens. Außerdem habe die Umfrage gezeigt, dass Bedarf in Sachen Kommunikationstraining existiert. Besonders unsicher fühlen sich die Apothekenmitarbeiter, wenn sie Kunden bei Darmerkrankungen, Hautproblemen oder depressiven Verstimmungen beraten müssen. Die ersten beiden Punkte führt Folkmann unter anderem auf die Produktvielfalt zurück. Nicht überraschend hingegen ist, dass sich die Befragten bei der Beratung von Erkältungsbeschwerden und Kopfschmerzen am sichersten fühlten. 

Folkmann rät Apothekeninhabern, ganz individuell mit ihren Teams zu analysieren, bei welchen Themen Schulungsbedarf besteht. Die Umfrageteilnehmer hätten sich jedenfalls zu allererst Fortbildungen zur Wundversorgung gewünscht. Erst danach nannten sie Darmerkrankungen, depressive Verstimmungen, Hautprobleme und Wechseljahresbeschwerden. Bevorzugt würden sie sich bei Pharmaherstellern und Online-Portalen fortbilden wollen, wenn es um das Produktwissen geht. Beim Indikationswissen kommen darüber hinaus die Apothekerkammern ins Spiel. Bei Schulungen in Sachen Kommunikation machen Folkmann zufolge die Online-Portale das Rennen.

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