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Osteoporose
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So funktioniert die Knochendichtemessung

Wechseljahre, Rauchen, das Alter: Viele Faktoren beeinflussen die Knochen. Doch Ärzte können messen, ob sich bereits eine Osteoporose entwickelt hat. Experten erklären, wie die Knochendichtemessung funktioniert und wann die Krankenkasse zahlt.
AutorKontaktdpa
Datum 16.10.2026  13:00 Uhr

Wann trägt die Krankenkasse die Kosten?

Gibt es keinen konkreten Krankheitsverdacht, müssen Patientinnen und Patienten die Untersuchung aus eigener Tasche zahlen. Dabei müssen sie mit Kosten zwischen 30 und 70 Euro rechnen.

Ist es bereits zu einem Knochenbruch gekommen, ist eine Knochendichtemessung Kassenleistung. Das gilt auch dann, wenn der Arzt die Absicht hat, aufgrund konkreter Befunde einen Knochenschwund mit Medikamenten zu behandeln. Als Beispiel dafür nennt die Verbraucherzentrale eine hoch dosierte Cortisonbehandlung über eine längere Zeit.

Wurde bereits eine Osteoporose festgestellt, haben Betroffene alle fünf Jahre Anspruch auf eine Knochendichtemessung auf Kassenkosten.

Was die Verbraucherschützer bei einem Marktcheck im Jahr 2024 in Nordrhein-Westfalen allerdings beobachteten: Oft können Versicherte die Messung nicht als Kassenleistung in Anspruch nehmen, manche Arztpraxis bietet sie nur als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an. Tipp der Verbraucherzentrale: vorab gezielt bei den Praxen erkundigen, ob sie eine Genehmigung zur Erbringung und Abrechnung der Messung als Kassenleistung haben.

Osteoporose-Risiko einschätzen

Auf einmal fünf Zentimeter kleiner, als es im Personalausweis steht? Die Erklärung dafür kann Osteoporose sein, sagt Maus. Bei einem fortgeschrittenen Knochenschwund können Wirbel unbemerkt brechen – und Betroffene schrumpfen lassen.

»Bei Osteoporose handelt es sich um eine Erkrankung, bei der sich Knochendichte und -struktur zurückbilden«, sagt Maus. Die Knochen lagern dann immer weniger Mineralstoffe wie Calcium ein, die ihnen ihre Härte verleihen.

Schreitet die Erkrankung unbehandelt fort, braucht es mitunter nur einen leichten Sturz für einen Knochenbruch. »Patienten machen eine falsche Bewegung, heben einen Kasten Wasser hoch, und dann knackt es im Rücken«, beschreibt Ropers.

Was erhöht das Osteoporose-Risiko?

Die entsprechende medizinische Leitlinie listet insgesamt 33 Risikofaktoren auf. Ein besonders wichtiger: das Geschlecht. Frauen erkranken mehr als viermal so häufig an Osteoporose wie Männer, schreibt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Die Erklärung dafür ist vor allem im Estrogenabfall der Wechseljahre zu finden. Dieses Hormon schützt vor Knochenabbau.

Ein weiterer wichtiger Risikofaktor: das Alter. Mit den Jahren baut sich immer mehr Knochensubstanz ab. Eine Entwicklung, die früher einsetzt, als viele denken. »Ab einem Alter von etwa 30 Jahren geht es los«, so Ropers. Eine Osteoporose entwickelt sich meist erst nach dem 50. Lebensjahr.

Weitere Risikofaktoren sind:

  • familiäre Vorbelastung, etwa wenn ein Elternteil Osteoporose hatte
  • Erkrankungen wie Diabetes (Typ 1 und Typ 2), Schilddrüsenüberfunktion, Rheuma, Zöliakie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen
  • Einnahme von Cortison-Präparaten über eine längere Zeit
  • Untergewicht
  • Rauchen
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