Osteoporose-Patienten haben alle fünf Jahre Anspruch auf eine Knochendichtemessung als Kassenleistung. / © shutterstock/April stock
Es liegen Risikofaktoren für Osteoporose vor, vielleicht hat es bereits einen Knochenbruch gegeben. Wer dann bei Hausarzt oder Hausärztin im Sprechzimmer sitzt, bekommt in der Regel eine Knochendichtemessung ans Herz gelegt. Diese Untersuchung wird in orthopädischen und radiologischen Praxen durchgeführt.
Wie funktioniert die Messung? Standard ist das sogenannte DXA-Verfahren. Dafür legt man sich als Patient oder Patientin auf eine Art Liege, über der sich ein Bügel befindet, wie der Orthopäde Professor Dr. Uwe Maus beschreibt. »Das ist der Röntgenarm. Vereinfacht gesagt, sendet der zwei schwache Röntgenstrahlen aus. Einer geht in einen Bereich, wo Weichteile sind, einer dorthin, wo Knochen sind«, sagt der Sektionsleiter Osteologie der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU).
So eine Messung führt Arzt oder Ärztin optimalerweise insgesamt an drei Punkten durch: an den beiden Hüften sowie an der Lendenwirbelsäule. Maus: »Diese Messorte sind am aussagekräftigsten, wenn es um Osteoporose geht.«
Das Gerät ermittelt dann, wie stark die Knochen die Röntgenstrahlen abfangen. »Man schaut also, wie stark der Röntgenstrahl abgeschwächt wird. Aus diesem Wert errechnet dann der Computer die Knochendichte«, sagt Maus.
Ein Wert von 0 bis -1 spricht für eine gesunde Knochendichte. Alles darunter deutet darauf hin, dass sie vermindert ist. Bei Werten, die geringer sind als -2,5, sprechen Experten von Osteoporose.
Eine hundertprozentige Sicherheit liefert die Knochendichtemessung aber nicht, wie der Orthopäde Dr. Jürgen Ropers von der Schön Klinik Neustadt sagt. »Es kann passieren, dass man bei der Messung zufällig Anteile eines Knochens trifft, der sich sehr dicht darstellt – etwa, wenn sich dort eine Arthrose entwickelt hat.«
Bei der Abklärung, ob Osteoporose vorliegt, ist die Knochendichtemessung zwar ein wichtiger Baustein, aber nicht der einzige. Auch ein Arztgespräch über Vorerkrankungen, Arzneimittel und Lebensgewohnheiten sowie eine Blutuntersuchung zählen dazu.