| Melanie Höhn |
| 10.09.2026 16:05 Uhr |
Die Apobank empfiehlt nicht, Eigenkapital für die Finanzierung einer Apothekenübernahme einzubringen. / © Getty Images/Westend61/Maria Maar
Warum eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den wirtschaftlichen, steuerlichen und finanziellen Faktoren bei der Entscheidung für eine eigene Apotheke essenziell ist, wurde im Rahmen des digitalen Apotalks der Apobank »Existenzgründung für Apothekerinnen und Apotheker« diskutiert. Fachliche Einordnung lieferten am Dienstagabend Stephanie Alefs, Steuerberaterin von der A & O Steuerberatung GmbH, sowie Daniel Vieten, Senior Berater Private Banking bei der Apobank. Außerdem gab Adela Kalic, Inhaberin der Apotheke am Schwanneck in Neuss, Einblicke in ihre Erfahrungen auf dem Weg in die Selbständigkeit und über den Unternehmeralltag.
Kalic betonte, dass beim Schritt in die Selbstständigkeit vor allem eine Portion Mut dazugehört. Dabei dürfe man nicht auf den perfekten Zeitpunkt warten. »Manchmal muss man einfach den Mut haben, den ersten Schritt zu gehen«, sagte sie. Vor allem eine klare persönliche Vision sei entscheidend für die Auswahl und die Entwicklung der Apotheke. Ihre Schwerpunkte setzte sie auf Haut, Kosmetik und Mikronährstoffen in Verbindung mit persönlicher Beratung.
Neben Service und kompetenter Beratung war ihr auch von Anfang an das Thema Marketing sehr wichtig. Auch das Team sei ein wesentlicher Erfolgsfaktor; Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssten die eigene Vision mittragen, so die Apothekerin. »Wenn die Mitarbeiter nicht an unserer Seite stehen, dann kann man keinen Erfolg erwarten«. Für sie sind auch offene Kommunikation, Vertrauen und eine positive Führungskultur besonders wichtig. »Wir sind erwachsene Menschen. Wir sollten besonders in einer Apotheke nicht nach Problemne suchen, sondern nach Lösungen«, erklärte sie. Ihre klare Strategie und Vision hat sich ausgezahlt: »Nach einem Jahr mit 50 Prozent Umsatzsteigerung kann ich schon sagen, das es die richtige Entscheidung war«.