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Selbsthilfe und Unterstützung
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So bleiben Angehörige von psychisch Erkrankten selbst gesund

Wenn ein geliebter Mensch krank wird, kümmert man sich um ihn. Doch das kann zu viel werden, vor allem bei psychischen Erkrankungen wie einer Depression. Experten erklären, wie man auch auf sich selbst achtet und was dabei hilft.
AutorKontaktdpa
Datum 22.10.2024  07:00 Uhr

Sprechen – miteinander und mit Profis

Ist der Leidensdruck sehr groß, »können Angehörige selbst das psychotherapeutische Gespräch suchen, um Abstand zu gewinnen und ihre Lebenssituation zu reflektieren«, sagt Gudrun Völkel. Begleitend zur Behandlung des Erkrankten kann auch eine Paar- oder Familientherapie sinnvoll sein. Mit dieser lernen alle Beteiligten, an ihrer Beziehung zu arbeiten. Sie treffen Vereinbarungen, wie das Zusammenleben trotz der Belastung durch die Krankheit gut gestaltet werden kann, so die Therapeutin.

Wichtig ist, mit psychisch erkrankten Menschen offen und ehrlich zu reden. Völkel empfiehlt eine »klare, freundliche Sprache: Angehörige sollten die Dinge so ansprechen, wie sie sind«, sagt sie. Dazu gehöre auch, über Gefühle zu sprechen.

»Wenn ich dem anderen etwas über mich mitteile, auch meine Gefühle, gehe ich in Kontakt mit ihm. Dann traue ich ihm etwas zu«, erklärt Weißenborn. Das kann sich positiv auf die Beziehung auswirken. Sie rät, bewusst zu formulieren. Ein »Ich frage mich, wie es dir geht« sei zum Beispiel besser als ein »Ich habe Angst um dich«.

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