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Forsa-Umfrage

So beliebt ist Homöopathie

Vor allem Frauen und Akademiker neigen dazu, bei Bedarf auf homöopathische Mittel zurückzugreifen. Dies hat eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ergeben.
Michelle Haß
12.03.2020
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Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Befragten haben nach eigenen Angaben schon einmal Erfahrungen mit Homöopathie beziehungsweise mit der Verwendung homöopathischer Arzneimittel gemacht. Hierzu befragte das Forsa-Institut im Auftrat der Deutsche Homöopathie-Union (DHU) im Februar dieses Jahres insgesamt 2006 Personen über 18 Jahre. Rechnet man die Zahl der Homöopathie-Verwender hoch auf die deutsche Gesamtbevölkerung, ergibt dies mehr als 30 Millionen Menschen. In den vergangenen zehn Jahren ist der Anteil der Befragten mit Homöopathie-Erfahrung um insgesamt 10 Prozentpunkte gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr bleiben die Zahlen jedoch unverändert.

Vor allem unter den Frauen ist der Anteil der Anwender mit zwei Drittel (66 Prozent) überdurchschnittlich hoch. Ähnlich häufig nutzen Akademiker (62 Prozent) sowie Menschen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3000 Euro (59 Prozent) homöopathische Arzneimittel.

Gut zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten, die bereits Erfahrungen mit homöopathischen Arzneimittel hatten, sind mit der Wirksamkeit und Verträglichkeit zufrieden (46 Prozent) oder sehr zufrieden (22 Prozent). Die Mehrheit (74 Prozent) setze dabei auf Einzelmittel.

Neben denjenigen, die bereits Berührungen mit Homöopathie hatten, sind den Umfrageergebnissen zufolge weitere 15 Prozent bereit, bei Bedarf darauf zurückzugreifen. Nur etwa ein Viertel der Befragten (26 Prozent) würde homöopathische Mittel dagegen generell nicht in Betracht ziehen.

 

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