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Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Servicenummern 116 und 117 sollen bekannter werden

Bei dringenden Gesundheitsproblemen und der Suche nach freien Arztterminen sollen sich künftig mehr Kassenpatienten auch an eine bundesweite Telefon-Hotline wenden. Dafür soll die bisherige Bereitschaftsdienst Nummer 116 117 mit einer Werbekampagne bekannter gemacht werden.
dpa
30.08.2019  14:04 Uhr

Die bisherige Bereitschaftsdienst-Nummer 116 117 soll mit einer Werbekampagne bekannter gemacht werden. »Im vergangenen Jahr haben bereits sieben Millionen Anrufer die Nummer gewählt, doch wir wollen mehr erreichen«, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, am Freitag zum Start der Kampagne. Darin treten zwei Elfen in türkis- und pinkfarbenen Kostümen auf - die »Elf6« und »Elf7».

Zum 1. Januar 2020 wird die bisher außerhalb der Praxiszeiten zu nutzende Bereitschaftsdienst-Nummer zu einem jederzeit erreichbaren Service ausgebaut. Patienten mit akuten Anliegen sollen am Telefon eine erste Einschätzung bekommen, wie dringlich sie behandelt werden müssen - und je nachdem in eine Praxis oder eine Klinik weitergelotst werden. Verzahnt werden soll dies mit bestehenden Servicestellen, die Termine bei Fachärzten vermitteln. Künftig sollen auch Termine bei Haus- und Kinderärzten zu haben sein, auch zur dauerhaften Betreuung.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßte die Aktion, die Nummer bekannter zu machen. »Zu viele Patienten wissen immer noch nicht, dass auch Ärzte außerhalb von Krankenhäusern nachts und am Wochenende Notdienst anbieten.« Unter der 116 117 werde Patienten 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche geholfen, auch Termine würden künftig vermittelt. »So sorgen wir dafür, dass Patienten in Not die passenden Ärzte finden«, sagte Spahn.

 

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