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Fitnesstracker

Ruhefrequenz des Herzen sehr individuell

Eine Auswertung von Daten aus Fitnessuhren und Co. ergab, dass die Ruheherzfrequenz einzelner Personen langfristig recht konstant ist. Zwischen verschiedenen Menschen kann sie sich aber deutlich unterscheiden.
PZ/Aponet (zou)
07.02.2020  12:08 Uhr

Herzfrequenz-Daten von 92.457 Personen zeigten, dass der normale Ruhepuls einer Person im Laufe der Zeit relativ konstant ist, berichten Forscher des Scripps Research Translational Institute in La Jolla, Kalifornien aktuell im Wissenschaftsmagazin »PLoS One«. Der Durchschnittswert lag bei 65 Schlägen pro Minute, aber die Spannweite von Mensch zu Mensch war sehr groß. Sie reichte von 40 bis zu 109 Schlägen pro Minute. Interindividuell unterschied sie sich also um fast bis zu 70 Schläge pro Minute.

Bei der Ruheherzfrequenz scheint es sich um einen sehr individuellen Wert zu handeln, auf dessen Varianz sich Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index (BMI) und die durchschnittliche tägliche Schlafdauer insgesamt mit weniger als 10 Prozent nur wenig auswirkten. Auch ein leichter saisonaler Trend wurde beobachtet: Im Januar war die Ruheherzfrequenz etwas höher und im Juli etwas niedriger. Bei einigen Personen wurden außerdem kurze Perioden beobachtet, in denen ihre Ruheherzfrequenz um zehn oder mehr Schläge pro Minute von ihrem normalen Bereich abwich. Die Autoren glauben, dass solche Schwankungen der Ruheherzfrequenz möglicherweise frühzeitige Veränderungen des Gesundheitszustands erkennen lassen.

Möglich wurde diese bislang größte Datenerhebung  ihrer Art erst durch den verbreiteten Gebrauch von Wearables, also Geräten, die am Körper getragen werden und ständig Gesundheitsdaten registrieren. So wurden Herzfrequenz-Daten von fast 33 Millionen Tagen erfasst und ausgewertet.

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