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Heilberufler-Forderungen
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Ruf nach Rettung aus »faktischen Minusrunden«

Mit fünf Forderungen wollen drei Heilberufsgruppen in Niedersachsen die Regierenden in Land und Bund zur Rettung der ambulanten Versorgung verpflichten. Die Verantwortlichen mögen »die Apotheken und Praxen aus den faktischen Minusrunden« retten.
AutorKontaktPZ
Datum 20.12.2023  09:00 Uhr
»Praxissterben wird auch in den Städten ankommen«

»Praxissterben wird auch in den Städten ankommen«

»Wir fordern erneut ein sofortiges Umdenken der Politik. Andernfalls ist die Zukunft der ärztlichen Versorgung der Patientinnen und Patienten ernsthaft in Gefahr«, ergänzte der KVN-Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch. Einen zunehmenden Mangel an Ärztinnen und Ärzten gerade auf dem Land gebe es schon heute. Die gesetzlich vorgegebene Bedarfsplanung werde den Bedürfnissen in der Bevölkerung nicht mehr gerecht. »Lange Wartezeiten auf Termine und längere Anfahrtswege für die Patientinnen und Patienten sind die Folge.« Er kritisierte zudem die politischen Spargesetze, die zunehmende Bürokratie »und eine zum Stichtag vorgeschriebene Digitalisierung in den Praxen, die jedoch unzureichend funktioniert«.

Auch der KZVN-Vorsitzende Jürgen Hadenfeldt sieht die Versorgung gefährdet. »In Niedersachsen scheiden jährlich bis zu 100 Zahnärztinnen und Zahnärzte aus, nur knapp die Hälfte findet Nachfolgerinnen oder Nachfolger. Langfristig gibt es Versorgungsprobleme nicht allein in ländlichen Regionen. Das Praxissterben wird auch in den Städten ankommen«, sagte Hadenfeldt. Er forderte vor diesem Hintergrund mehr Studienplätze für Zahnmedizin und ein Umdenken in Sachen Finanzierung.

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