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Zeckensaison
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RKI-Zahlen zu Borreliose und FSME 

Zecken gibt es überall in Deutschland, in Wäldern, Parks, Wiesen oder auf anderen Grünflächen. Wie viele Borreliose- und FSME-Fälle dieses Jahr bislang gemeldet wurden.
AutorKontaktdpa
Datum 14.04.2026  14:00 Uhr

Mit den steigenden Temperaturen in Deutschland werden Zecken wieder aktiver. Dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind dieses Jahr bislang 918 Fälle von Lyme-Borreliose übermittelt worden (Stand: 13. April). Die meisten davon in Bayern (202), gefolgt von Sachsen (177), Sachsen-Anhalt (164) und Brandenburg (160). Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gab es dieses Jahr bislang elf, davon vier in Sachsen und vier in Baden-Württemberg sowie jeweils einen in Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Vergangenes Jahr lagen die Zahlen auf einem ähnlichen Niveau: Es wurden deutschlandweit im selben Zeitraum 951 Borreliose- und 12 FSME-Fälle gemeldet.

So äußern sich Borreliose und FSME

Bei Borreliose verlaufen die meisten Infektionen unbemerkt. Wenn Symptome auftreten, sind diese je nach befallener Körperregion – Haut, Gelenke, Nervensystem, Herz – vielfältig und selten eindeutig. Typisch ist die Wanderröte, ein roter Ring, der sich meist um die Einstichstelle bildet und ausbreitet. Auch eine umschriebene Schwellung und rötlich-violette Verfärbung der Haut können auf Borreliose hinweisen. Gegen Borreliose gibt es bislang keine Impfung.

FSME ist viel seltener als Borreliose. Die Erkrankung beginnt oft mit grippeartigen Symptomen und kann einen schweren Verlauf nehmen – etwa Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute oder des Rückenmarks. In etwa 1 Prozent der Fälle endet die Erkrankung tödlich. 

FSME-Impfung und Risikogebiete

Laut dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) ist eine Impfung zum Start der Zeckensaison sinnvoll. Bereits 14 Tage nach der zweiten Impfung besteht bei den meisten Geimpften ein Schutz, der für die laufende Saison ausreichend ist. Empfohlen wird die Impfung Menschen, die in einem FSME-Risikogebiet leben und Zecken potenziell ausgesetzt sind oder in ein entsprechendes Gebiet reisen, auch außerhalb Deutschlands. Außerdem gilt die Empfehlung für bestimmte berufliche Gruppen, etwa aus der Forst- oder Landwirtschaft.

Vor allem Baden-Württemberg, Bayern, das südliche Hessen, das südöstliche Thüringen, Sachsen und das südöstliche Brandenburg sind FSME-Risikogebiete. Hinzu kommen einzelne Kreise in fünf weiteren Bundesländern, die betroffen sind. Nach Angaben des BIÖG wächst die Zahl der Risikogebiete weiter. Dieses Jahr sind ein Gebiet in Sachen und eines in Sachsen-Anhalt hinzugekommen.

Diese Zeckenarten gibt es in Deutschland

In Deutschland gibt es laut RKI mindestens 19 Arten von Schildzecken. Für die Übertragung unter anderem von Lyme-Borrelien und FSME-Viren verantwortlich ist vor allem die häufigste: der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus). Nicht jede Zecke trägt den Erreger in sich. Bei Borreliose sind je nach Areal 5 bis 50 Prozent der Zecken infiziert, wie Dania Richter vom Institut für Geoökologie an der Technischen Universität Braunschweig einmal erklärte.

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