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Apotheken-Reformgesetz
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Reimann will pDL-Fonds auflösen

Die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes Carola Reimann befürwortet die Apotheken-Reformpläne der Bundesregierung und fordert, dass pharmazeutische Dienstleistungen dezentral vereinbart und direkt mit dem Kostenträger abgerechnet werden.
AutorKontaktPZ
Datum 25.06.2024  13:26 Uhr
»Möglichkeiten der telepharmazeutische Anbindung nutzen«

»Möglichkeiten der telepharmazeutische Anbindung nutzen«

Auch Jürgen Hohnl, Geschäftsführer der Innungskrankenkassen, erklärte im Vorfeld der Anhörung zum Apotheken-Reformgesetz (ApoRG), dass der Referentenentwurf zur Apothekenreform »grundsätzlich in die richtige Richtung« gehe. »Apotheken gehören selbstverständlich zu einer flächendeckenden Versorgung. Und was für Arztpraxen gilt, sollte auch hier gelten: Die Möglichkeiten der telepharmazeutische Anbindung sollten selbstverständlich genutzt werden können«, so Hohnl. 

»Stichworte wie Delegation und Substitution sowie die Erweiterung digitaler Beratungsmöglichkeiten können dazu beitragen, in strukturschwachen und ländlichen Regionen die Apothekenversorgung zu stärken«, erklärte er weiter. Unabdingbare Voraussetzung hierfür seien aber Kostenneutralität und Zielgenauigkeit. Bei der Umstellung der Vergütungsbestandteile forderte er eine Deckelung der einzelnen Beträge. Angesichts der explodierenden Kosten für neue Medikamente sei eine prozentmäßige Vergütung unangemessen.

Dennoch ist Hohnl der Meinung, dass Neuzulassungen von Zweigapotheken auf unterversorgte Bereiche beschränkt werden müssen. »Light-Apotheken dürfen nicht in Konkurrenz zu jetzigen Apotheken treten. Alles andere wäre ein fataler Irrweg«, so Hohnl. 

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