Der Versender präsentierte seine Geschäftszahlen für das erste Quartal 2026. / © Redcare Pharmacy
Laut dem Unternehmen stieg der Konzernumsatz im ersten Quartal um 18,4 Prozent auf 849,5 Millionen Euro, man verzeichnete demnach ein Wachstum sowohl bei Non-Rx als auch Rx. Der Umsatz bei Non-Rx wuchs auf Konzernebene um 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 533 Millionen Euro. Anfang April hatte der Konzern bereits die vorläufigen Quartalszahlen vorgelegt.
»Sehr dynamisch« sei im ersten Quartal die Entwicklung bei Rx gewesen, heißt es nun zu den finalen Zahlen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wuchs der Konzernumsatz um 35,5 Prozent auf 316 Millionen Euro. Redcare verzeichnet eine verbesserte Kundenzufriedenheit im E-Rx-Bereich und registriert eine zunehmende Nutzung elektronischer Rezepte.
Die Anzahl aktiver Kundinnen und Kunden stieg laut der Mitteilung zum Quartalsende um 1,1 Millionen gegenüber dem Vorjahr auf 14,2 Millionen. Zudem packten die Kundinnen und Kunden im Durchschnitt mehr in den digitalen Warenkorb: Redcare meldet ein Plus von 9 Prozent auf 68 Euro.
Der Bruttogewinn stieg demnach im ersten Quartal auf 178 Millionen Euro, nach 167,3 Millionen Euro im ersten Quartal des Vorjahres. Gegenüber dem Vorquartal blieb die Bruttomarge mit 21 Prozent stabil, sank allerdings im Vergleich zum ersten Quartal 2025 (23,3 Prozent ). Redcare erklärt den Rückgang mit einem »wettbewerbsintensiven Non-Rx-Umfeld«, einem gestiegenen Rx-Anteil und einem im September 2025 eingeführten Rx-Bonus. Rx mache mit 37 Prozent einen steigenden Anteil am Gesamtumsatz aus (Q1 2025: 33 Prozent).
Die bereinigten Vertriebskosten stiegen leicht auf 143,1 Millionen Euro (Q1 2025: 139,3 Millionen Euro), bildeten aber mit 16,8 Prozent einen kleineren Teil des Umsatzes ab; dies sei auf Skaleneffekte und effizientere Marketingausgaben zurückzuführen.
Die operative Ertragskraft wuchs entsprechend einer bereinigten EBITDA-Marge von 1,7 Prozent auf 14,4 Millionen Euro (Q1 2025: 9,1 Millionen Euro). Den Rückgang der Bruttomarge hätten sinkende Vertriebs- und Verwaltungskostenquoten »mehr als ausgleichen« können.
Liquide Mittel und kurzfristige Finanzanlagen beliefen sich laut Redcare zum Quartalsende auf 135,0 Millionen Euro (31. Dezember 2025: 203,5 Millionen Euro), nach der Rückzahlung von 64,5 Millionen Euro aus Wandelanleihen im Verlauf des Quartals.
Redcare bestätigte die Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Demnach soll der Konzernumsatz um 13 bis 15 Prozent steigen, der Rx-Umsatz in Deutschland auf über 670 Millionen Euro wachsen. Für das Non-Rx-Geschäft erwartet das Unternehmen einen Zuwachs von 8 bis 10 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge soll gleichzeitig bei mindestens 2,5 Prozent liegen.