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Männerleiden

Prostataprobleme evidenzbasiert behandeln

Auch an STI denken

Ein weiteres Beratungsthema in der Apotheke sind sexuell übertragbare Erkrankungen (STI), die laut Ude auf dem Vormarsch sind. Männer, vor allem homosexuelle, seien gefährdeter als Frauen. Laut einer Studie erhielten fast drei Viertel derjenigen Männer, die eine HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) nutzten, im ersten Jahr der Anwendung die Diagnose Tripper, Chlamydien oder Syphilis . Das Apothekenpersonal müsse Männer bei der Abgabe von PrEP-Medikamenten darüber aufklären, dass diese nicht vor anderen STI schützen und sie die übliche Expositionsprophylaxe mit Kondomen beibehalten müssen.

Ebenso müsse man sich vor einer Fehlinterpretation von Symptomen hüten, mahnte Ude. So könne das Bakterium Chlamydia trachomatis Urethritis-Symptome auslösen, die an einen Harnwegsinfekt denken lassen. Chlamydien werden zum Beispiel mit Doxycyclin oder Azithromycin behandelt.

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