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Koronare Herzkrankheit
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Polymedikation mit viel Nutzen

Patienten mit koronarer Herzkrankheit brauchen dauerhaft eine umfassende medikamentöse Therapie. Wichtig ist eine regelmäßige Überprüfung der Adhärenz, vor allem vor einer Therapieeskalation. Denn beliebt ist die Polymedikation meist nicht.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 05.05.2022  16:30 Uhr
Paradigmenwechsel bei Betablockern

Paradigmenwechsel bei Betablockern

Bei den Betablockern sprach die Referentin von einem »kleinen Paradigmenwechsel«. Wurden diese bis vor Kurzem für fast alle Patienten zur Prognoseverbesserung empfohlen, werden sie heute standardmäßig nur bei Herzinsuffizienz oder für (mindestens) das erste Jahr nach Herzinfarkt eingesetzt.

Aber sie seien weiterhin ein wichtiger Bestandteil der antiischämischen Dauertherapie, die der Symptomlinderung diene. Hierzu werden neben Betablockern vor allem Calciumantagonisten und langwirksame Nitrate eingesetzt. Die Auswahl erfolge nach Komorbiditäten und Verträglichkeit. Auch Ranolazin oder Ivabradin werden hier eingesetzt. Die Anfallskupierung erfolgt mit schnell wirksamen Nitraten wie Glyceroltrinitrat.

Was ändert sich nach Stent- oder Bypass-OP? Die Medikamente, die die Prognose verbessern, werden beibehalten; dies betrifft Lipidsenker, Thrombozytenaggregationshemmer und gegebenenfalls Betablocker. Dagegen sind antiischämische Therapien in der Regel nicht mehr notwendig. Ausnahme: ein schnellwirksames Nitrat zur Anfallsunterbrechung.

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