Anlässlich der fertiggestellten Sanierung erhielt die Rektorin Professor Dr. Claudia Becker (rechts) am 3. Juli feierlich symbolische Schlüssel überreicht – von Sabine Spansel, Leiterin des AIB Halle, Finanzstaatssekretär Rüdiger Malter und Wissenschaftsstaatssekretär Thomas Wünsch (von links). / © Uni Halle/Maike Glöckner
Seit einigen Jahren liefen die Sanierungsarbeiten des Instituts für Pharmazie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die nun abgeschlossen sind. Sie wurden vom Amt für Immobilien- und Baumanagement (AIB) Halle umgesetzt und mit rund 40 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert und durch das Land Sachsen-Anhalt kofinanziert. Parallel dazu wurden auch die Gebäudeteile B und D des Instituts für Chemie saniert und Gebäude der Geobotanik saniert sowie neu errichtet.
Mit dem Abschluss der Baumaßnahmen erhält eines der größten pharmazeutischen Hochschulinstitute Deutschlands eine deutlich modernisierte Infrastruktur für Forschung und Lehre.
Das Ende der 1960er-Jahre errichtete Pharmaziegebäude wurde sowohl baulich als auch technisch grundlegend modernisiert, wobei zahlreiche denkmalgeschützte Elemente erhalten blieben. Dazu zählen unter anderem das historische Hörsaalgestühl, die Beleuchtung oder die Hörsaalfassade. Gleichzeitig wurde das Gebäude an aktuelle Anforderungen angepasst – etwa hinsichtlich Arbeits- und Brandschutz, Barrierefreiheit, Gentechnik sowie Vorgaben des Veterinäramtes.
Bei der Sanierung des Gebäudes wurde auch besonders auf den Denkmalschutz geachtet. / © Uni Halle/Markus Scholz
Auf einer Nutzfläche von mehr als 2.800 Quadratmetern verfügt das Institut heute über 50 Labore, 40 Büros, sechs Seminarräume und einen Hörsaal. Moderne Laborarbeitsplätze, eine energieeffiziente Lüftungs- und Raumlufttechnik mit Wärmerückgewinnung, eine leistungsfähige Medienversorgung und eine moderne Gebäudeautomation sollen optimale Bedingungen für Studium, Forschung und wissenschaftliche Arbeit schaffen.
»Die Baumaßnahmen stellen einen bedeutenden Beitrag zur Modernisierung der Hochschul- und Forschungslandschaft in Sachsen-Anhalt dar«, sagte Finanzstaatssekretär Rüdiger Malter zur offiziellen Schlüsselübergabe. Trotz Herausforderungen durch Corona-Pandemie, Preissteigerungen und Fachkräftemangel sei ein Ergebnis entstanden, das energetisch saniert, barrierefrei und technisch auf dem neuesten Stand sei. Zudem freue es ihn, dass der überwiegende Teil der Aufträge in der Region geblieben sei.
Thomas Wünsch, Staatssekretär im Wissenschaftsministerium, betonte die gesteigerte Attraktivität der Chemie und der Pharmazie an der MLU. »Das ist auch wichtig vor dem Hintergrund, dass unsere Wirtschaft gerade in den Bereichen Chemie und Pharma große Herausforderungen bewältigen muss, allerdings auch vielversprechende Wachstumschancen hat«, sagte er. Dazu würden erstklassig ausgebildete Menschen gebraucht.
Rektorin Professor Dr. Claudia Becker betonte: »Wir freuen uns über die sanierten Institute für Pharmazie und Chemie, die modernen Lehrräume und die sehr gut ausgestatteten Labore. Eine leistungsfähige Universität braucht eine leistungsfähige Infrastruktur.«
Im Anschluss an die feierliche Schlüsselübergabe erhielten die Gäste, zu denen auch Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt zählte, eine Führung durch die sanierten Gebäude – und damit Einblicke in die modernisierten Forschungsräume, neu eingerichteten Labore und aktuellen Forschungsarbeiten.