Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Gene beeinflussen Wirksamkeit der Leukotrienantagonisten

Datum 25.09.2000  00:00 Uhr

Gene beeinflussen Wirksamkeit der Leukotrienantagonisten

PZ

Die Wirksamkeit des Leukotrienantagonisten Zafirlukast hängt wahrscheinlich von Varianten bestimmter Gene des Asthmapatienten ab. Dieses Ergebnis präsentierte Wissenschaftler auf dem zehnten Jahreskongress der European Respiratory Society in Florenz. In einer Studie hatte sie die DNA von Asthmatikern untersucht, die mit Zafirlukast behandelt wurden.

Wie die Wissenschaftler feststellten, wirkte Zafirlukast bei etwa einem Drittel der Patienten nicht. Unter den Zafirlukast-Nonrespondern waren überdurchschnittlich viele Probanden, die bestimmte Polymorphismen des 5-Lipoxygenase-Gens oder des LTC4-Gens aufwiesen. Beide Gene codieren für Enzyme, die an der Leukotriensynthese beteiligt sind.

Anderson vermutet, dass die gefundenen Polymorphismen für die mangelhafte Wirksamkeit des Lekotrienantagonisten verantwortlich sind. Allerdings können die beiden Gene nicht die alleinige Ursache für das individuelle Therapieversagen sein, denn immerhin 50 Prozent der Nonresponder wiesen andere Varianten der beiden Gene auf.

Trotzdem bezeichnet Dr. Allan Roses von GlaxoWellcome, dem Hersteller von Zafirlukast, die Daten "als gutes Beispiel für den Stellenwert der Pharmakogenetik." Er erwartet, dass in den kommenden Jahren erhebliche Fortschritte auf diesem Gebiet erzielt werden. Ärzte sollen dann gezielter vorhersagen können, wie gut ein Medikament bei einem bestimmten Patienten wirken wird. Top

© 2000 GOVI-Verlag
E-Mail: redaktion@govi.de

Mehr von Avoxa