Gene beeinflussen Wirksamkeit der Leukotrienantagonisten |
| 25.09.2000 00:00 Uhr |
Die Wirksamkeit des Leukotrienantagonisten Zafirlukast hängt wahrscheinlich von Varianten bestimmter Gene des Asthmapatienten ab. Dieses Ergebnis präsentierte Wissenschaftler auf dem zehnten Jahreskongress der European Respiratory Society in Florenz. In einer Studie hatte sie die DNA von Asthmatikern untersucht, die mit Zafirlukast behandelt wurden.
Wie die Wissenschaftler feststellten, wirkte Zafirlukast bei etwa einem Drittel der Patienten nicht. Unter den Zafirlukast-Nonrespondern waren überdurchschnittlich viele Probanden, die bestimmte Polymorphismen des 5-Lipoxygenase-Gens oder des LTC4-Gens aufwiesen. Beide Gene codieren für Enzyme, die an der Leukotriensynthese beteiligt sind.
Anderson vermutet, dass die gefundenen Polymorphismen für die mangelhafte Wirksamkeit des Lekotrienantagonisten verantwortlich sind. Allerdings können die beiden Gene nicht die alleinige Ursache für das individuelle Therapieversagen sein, denn immerhin 50 Prozent der Nonresponder wiesen andere Varianten der beiden Gene auf.
Trotzdem bezeichnet Dr. Allan Roses von GlaxoWellcome, dem Hersteller von Zafirlukast,
die Daten "als gutes Beispiel für den Stellenwert der Pharmakogenetik." Er
erwartet, dass in den kommenden Jahren erhebliche Fortschritte auf diesem Gebiet erzielt
werden. Ärzte sollen dann gezielter vorhersagen können, wie gut ein Medikament bei einem
bestimmten Patienten wirken wird.
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