Metformin gegen Fettleber |
| 28.08.2000 00:00 Uhr |
Das Antidiabetikum Metformin verbessert nicht nur Insulinempfindlichkeit, sondern könnte auch die Symptome einer Fettleber verbessern. Das folgern Anna Mae Diehl und ihre Kollegen von der Johns Hopkins University in Baltimore aus Untersuchungen an fettleibigen Mäusen.
Die Forscher hatten den Arzneistoff Tieren mit einer Mutation des Fettsuchtgens (ob-Gen) verabreicht. Mäusen, deren ob-Gen defekt ist, entwickeln Übergewicht, Diabetes und in der Folge häufig auch eine Fettleber. Der Zustand der Leber habe sich unter Gabe des Arzneistoffs verbessert, schreibt das Forscherteam in der aktuellen Ausgabe von Nature Medicine.
Metformin senkt bei Diabtikern dosisabhängig den Blutzuckerspiegel, indem es unter
anderem in Prozesse eingreift, die der Insulin-Rezeptor-Wechselwirkung nachgeschaltet
sind. So kann Glucose in Muskel- und Fettgewebe besser verwertet werden. Nach Meinung der
Forscher aus Baltimore hemmt der Wirkstoff aber auch in der Leber die Produktion des
Tumornekrosefaktors a., der dort die Einlagerung von Fett
ankurbelt.
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