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Arzneimittelversorgung

PGEU fordert Unterstützung

Der Zusammenschluss der Apotheker in der Europäischen Union (PGEU) fordert seine europäischen Kollegen auf, Initiativen der nationalen pharmazeutischen Verbände und internationalen humanitären Organisationen finanziell zu unterstützen, damit ukrainische Flüchtlinge versorgt werden können.
Melanie Höhn
10.03.2022  09:35 Uhr

Die Pharmaceutical Group of the European Union (PGEU) pocht auf die Unterstützung der europäischen Apotheker bei der Versorgung der ukrainischen Flüchtlinge. Das unterstreicht der Zusammenschluss der EU-Apotheker in einem aktuellen Pressestatement. Darin verweist der Verbund zudem auf einen Report der AUPC hin, über den die PZ bereits berichtet hat. Demnach gibt es einen akuten Mangel an Medikamenten in der gesamten Ukraine. Apotheken seien teilweise völlig zerstört oder mussten geschlossen werden, heißt es. Der ständige Beschuss von Fahrzeugen, die in Richtung der Städte und Dörfer fahren, verhindere es,  dass Arzneimittel in der Ukraine verteilt werden können. Die Lieferung von Medikamenten und Hilfsmittel durch humanitäre Organisationen stocke derzeit in den benachbarten Ländern, berichtet die PGEU.

Humanitäre Korridore haben höchste Priorität

Alle vom Krieg betroffenen Menschen müssten weiterhin Zugang zu Arzneimitteln haben, so die Forderung.  Die Schaffung von humanitären Korridoren habe die höchste Priorität, damit grundlegende medizinische Versorgung die Kriegsgebiete erreichen kann.

Die PGEU arbeitet nach eigenen Angaben eng mit den humanitären Diensten der EU-Kommission und allen anderen europäischen gesundheitspolitischen Interessengruppen zusammen.  »Europäische öffentliche Apotheker stehen in diesen dunklen Zeiten zusammen und zeigen ihre Solidarität mit ihren ukrainischen Kollegen und dem ukrainischen Volk«, heißt es vonseiten der EU-Apotheker.

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