Sonja Optendrenk, aktuell Staatssekretärin im hessischen Gesundheitsministerium, folgt ab Juli auf den langjährigen G-BA-Vorsitzenden Josef Hecken. Die Kandidatin gilt als bestätigt, nachdem der Gesundheitsausschuss des Bundestags grünes Licht gegeben hat. / © Paul Schneider
Der Gesundheitsausschuss des Bundestags befasste sich demnach gestern mit dem Vorschlag der G-BA-Trägerorganisationen für die Nachbesetzung des unparteiischen Vorsitzes des höchsten Gremiums der Selbstverwaltung. Die Trägerorganisationen hatten sich auf die hessische Staatssekretärin Sonja Optendrenk als Nachfolgerin für Josef Hecken an der Spitze verständigt.
Der Ausschuss sah »keine Zweifel an der Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Kandidatin«, wie der Bundestags-Pressedienst berichtet. Über diese Haltung des Ausschusses wird nun offiziell das Bundesgesundheitsministerium (BMG) informiert. Die Kandidatin gilt damit vom Ausschuss als bestätigt. Der Wechsel ist Ende Juni 2026 vorgesehen.
Zu den vier Trägerorganisationen, die Optendrenk als nächste Vorsitzende vorgeschlagen hatten, zählen die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und der Spitzenverband er Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Hecken ist seit 2012 an der G-BA-Spitze, seine Amtszeit als unabhängiger Vorsitzender läuft eigentlich noch bis 2030. Schon im Februar hatte er allerdings seinen Rückzug angekündigt und »Tagesspiegel Background« wissen lassen, dass er »die Amtszeit wegen persönlicher familiärer Gegebenheiten voraussichtlich nicht bis zum Jahr 2030 erfüllen können« werde.
Optendrenk galt schnell als eine von mehreren möglichen Nachfolgern. Die ehemalige Abteilungsleiterin im BMG ist noch bis Ende des Monats Staatssekretärin im hessischen Gesundheitsministerium.