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Nahrungsmittelallergie
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Omalizumab reduziert Risiko für schwere Reaktionen

Der monoklonale Antikörper Omalizumab unterdrückt IgE-vermittelte allergische Reaktionen. Das kann auch Patienten mit Allergien auf Erdnüsse und andere Lebensmittel zugute kommen, zeigen aktuelle Studienergebnisse.
AutorKontaktTheo Dingermann
Datum 04.03.2024  12:00 Uhr

Allergie verschwindet nicht

Es ist wichtig zu erwähnen, dass durch eine Therapie mit Omalizumab Allergien nicht beseitigt werden. Das Medikament hebt lediglich den Schwellenwert für die Menge an Nahrungsmittelallergenen an, die eine Person zu sich nehmen kann, bevor es zu einer Reaktion kommt. Daher müssen die Patienten die Allergene auch weiterhin meiden.

Omalizumab ist auch nicht der einzige Wirkstoff, der bei Lebensmittelallergien getestet wird. Beispielsweise wird derzeit auch der Anti-IL4/IL-13-Antikörper Dupilumab (Dupixent®), der für Patienten mit Neurodermitis oder Asthma zugelassen ist, bei Patienten mit Erdnussallergie getestet. Noch in der Präklinik steckt die Forschung an einem kovalenten heterobivalenten Inhibitor (cHBI), der bei Erdnussallergie die IgE-Antwort allergenspezifisch abschalten soll. Trotz aller Einschränkungen werden die Ergebnisse der Studie in einem Artikel auf der Nachrichtenseite von »Nature« als »Durchbruch« in der Behandlung von Allergien bezeichnet.

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