Schmerzen, Juckreiz, Austritt von Flüssigkeit, Hörstörungen, Schwindel: Diese Ohr-Beschwerden sollten einen in die HNO-Praxis führen. Oder wie Bernhard Junge-Hülsing es auf den Punkt bringt: »Wenn's juckt, wenn's läuft oder wenn's stinkt.«
Auch wenn das Ohr verstopft ist und das Wasser nicht mehr abläuft, sollte sich der Profi das Ohr einmal anschauen.
»Kann man machen, muss man aber nicht«, sagt Thomas Deitmer. Schwimm-Ohrstöpsel seien allerdings dann sinnvoll, wenn einem das Wasser im Ohr unangenehm ist, man ein empfindliches Trommelfell hat oder zu Gehörgangsentzündungen neigt. »Die entstehen oft dann, wenn es im Ohr zu feucht ist.«
Gut zu wissen, wenn man eine solche Entzündung als Souvenir aus dem Badeurlaub mitbringt: »Nicht das vermeintlich dreckige Wasser hat dann daran Schuld, sondern dass man sich einfach viele Stunden darin aufgehalten hat und das Ohr zu lange zu feucht bleibt«, so der HNO-Arzt. Hier gilt zur Vorbeugung: Mit dem gerollten Ende eines Papiertaschentuches das Ohr nach dem Baden etwas trocken tupfen oder etwas hüpfen.