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Allergie
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Oft kein unveränderliches Kennzeichen

Einmal allergisch, immer allergisch: So einfach ist es offenbar nicht. Eine allergische Sensibilisierung bleibt im Lauf des Lebens zwar häufig stabil, aber bei Weitem nicht immer. Erstaunlich häufig ändert sich daran etwas, vor allem in einer bestimmten Altersgruppe.
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 19.06.2026  16:20 Uhr
Unterschiede bei den einzelnen Allergenen

Unterschiede bei den einzelnen Allergenen

Eine stabile Sensibilisierung richtete sich am häufigsten gegen saisonale Allergene wie Gräserpollen, wogegen eine Sensibilisierung gegen Frühblüher häufig bei jüngeren Teilnehmenden vorlag, aber mit steigendem Alter verschwand. Am variablesten waren Sensibilisierungen gegen Ambrosia und Spitzwegerich; sie waren die Haupt-Treiber für Fluktuationen. Eine Sensibilisierung gegen Hausstaubmilben nahm mit steigendem Alter tendenziell ab, während eine Sensibilisierung gegen Schimmelpilze selten, aber stabil war. Eine Reaktion auf Katzenhaare kam bei jungen Erwachsenen zunehmend häufig vor und eine Reaktion auf Hundehaare verschwand bei älteren Menschen meist wieder.

Zu den Faktoren, die das Risiko einer stabilen Sensibilisierung erhöhten, zählten eine Allergie bei einem Elternteil sowie hohe Eosinophilen-Zahlen im Blut. Dagegen war das Risiko einer stabilen Sensibiliserung bei Raucherinnen und Rauchern leicht reduziert. Interessanterweise schien sich eine niedriggradige Adipositas schützend auszuwirken – im Widerspruch zu Studienergebnissen, wonach Adipositas das Risiko für Asthma und Allergien erhöht. Als potenzielle Erklärung hierfür führen die Autoren an, dass viszerales Fett als Treiber einer Th1/Th17-Inflammation möglicherweise Th2-vermittelte allergische Reaktionen unterdrückt.

Häufiger als bislang angenommen änderten sich allergische Sensibilisierungen im Lauf des Lebens, fassen die Forschenden zusammen. Dies unterstreiche, dass Patienten mit Allergien langfristig gemonitort werden sollten. Aus dem Verständnis der Muster, nach denen allergische Sensibilisierungen variieren, könnten womöglich Ansätze abgeleitet werden, um die Entstehung von allergischen Erkrankungen zu vermeiden.

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