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Dauermedikation

Noch verkehrstüchtig?

Dauerhaft Arzneimittel einzunehmen, kann die Fahrtüchtigkeit und Reaktionszeiten einschränken. Darauf weist der Landesapothekerverband Baden-Württemberg hin. Auch OTC-Produkte wie Erkältungssaft oder Allergiemittel könnten sich auf die Verkehrstüchtigkeit auswirken, betonen die Apotheker.
Cornelia Dölger
27.12.2018
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Um Risiken durch dauerhafte Arzneimitteleinnahme zu senken, sollten Betroffene sich stets gezielt zu diesem Thema beraten lassen und die Beipackzettel der Präparate gründlich lesen, rät der Verband. Denn Vorsicht sei geboten – schon harmlose Augentropfen könnten das Sehvermögen derart beeinflussen, dass man nicht sicher am Verkehr teilnehmen könne.

Auch sedierende Arzneimittel oder Schlafmittel könnten riskant sein, wenn sie so genannte Überhänge entwickelten. Christoph Gulde, Vizepräsident des Verbands, erklärt: »Das heißt, Sie nehmen am Abend ein Schlaf- oder ein Beruhigungsmittel ein und sind aber am nächsten Morgen noch benommen. Das kann zum Beispiel auch schon bei freiverkäuflichen Schlafmitteln passieren.«

Auch wenn viele Patienten, etwa Diabetiker, erst mit Hilfe eines Arzneimittels wieder am Leben teilnehmen könnten, gelte es, vorsichtig zu sein. Hierfür wollten die Apotheker sensibilisieren. »Verkehrsteilnehmer ist nicht nur der Autofahrer, sondern auch der Fußgänger oder der Radler.« Alle müssten sich bewusst sein, dass manche Arzneimittel Beeinträchtigungen mit sich bringen könnten, die eine selbst oder andere gefährden könnten.

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