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Sommerlieferung 2020/1
Neues im DAC/NRF-Werk 

DAC/NRF-Tools

Die Rechenhilfe »Zäpfchen und Vaginalzäpfchen: Ansatzberechnung/Inprozessprüfung« ist in der Ansatzberechnung erweitert und übersichtlicher strukturiert worden. Konnten zuvor neben der Grundlage nur zwei Wirk- beziehungsweise Hilfsstoffe eingetragen werden, so ermöglicht die Aktualisierung nun die Berechnung mit bis zu vier Wirk- beziehungsweise Hilfsstoffen.

Des Weiteren ist das Layout des Tools zum Waagenmanagement »Mindesteinwaage ermitteln und prüfen« dem der anderen DAC/NRF-Rechenhilfen angeglichen. Unter der präzisierten Bezeichnung »Bestimmung der Mindesteinwaage bei Rezepturwaagen« enthält es zum einen das Formblatt zur Rohdatenerfassung und zum anderen die EXCEL®-Rechenhilfe. In den Allgemeinen Hinweise I.2.9. »Wägen in der Apotheke« im DAC/NRF-Werk wird im Abschnitt I.2.9.3. die Mindesteinwaage erklärt. Diese ist individuell für jede Waage und üblicherweise für Rezepturzwecke und für die Analytik differenziert zu bestimmen.

Weitere Änderungen im DAC/NRF

Der pharmakologische Kommentar der überarbeiteten DAC-Monographien wurde neu gestaltet. Die Monographien der Wirkstoffverreibungen enthalten in der neuen Kategorie »Medizinische Verwendung« eine kurze Übersicht über gängige Konzentrationen und Höchstkonzentrationen sowie die Einordnung der Wirkstärke im Falle der topischen Glucocorticoide.

Gestrichen wurde die Alternative Identifizierung von Bufexamac. Aufgrund häufiger Kontaktallergien steht es auf der Liste der bedenklichen Arzneistoffe und darf nicht mehr in Rezepturarzneimitteln verarbeitet werden. Ebenfalls gestrichen wurden die DAC-Monographien Besenginsterkraut und Dexamfetaminhemisulfat, da diese in das Homöopathischen Arzneibuch beziehungsweise in das Europäischen Arzneibuch aufgenommen wurden. Die Prüfanweisungen nach der Alternativen Identifizierung bleiben jedoch bestehen. Im Falle von Besenginsterkraut auch die farbigen Abbildungen. Hinweis: Das HAB führt die Stoffe mit ihrem lateinischen Namen – Besenginsterkraut wird künftig unter Cytisus scoparius geführt.

Thalidomid ist nicht mehr als Rezeptursubstanz erhältlich. In Konsequenz entfallen die betroffenen Rezepturvorschriften NRF 32.1. (Suspension) und NRF 32.2. (Kapseln) sowie die NRF-Vorschrift (S.32.) über das Thalidomid-Rezepturkonzentrat 50 %. Die Rezepturformeln sind jedoch, wie üblich mit entsprechend geändertem Kommentar, weiterhin im Rezepturenfinder ersichtlich.

Die vollständige Übersicht aller Texte, die neu aufgenommen, bearbeitet oder gestrichen wurden, kann dem Vorwort und einem PDF-Dokument auf der DAC/NRF-Startseite entnommen werden.

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