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Ganaxolon
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Neuer Wirkstoff bei Krampfanfällen

Mit dem Neurosteroid Ganaxolon ist erstmals eine zugelassene Therapie verfügbar, die speziell zur Behandlung von Krampfanfällen im Zusammenhang mit der seltenen Erkrankung CDD eingesetzt wird. Die Suspension kann ab einem Alter von zwei Jahren gegeben werden.
AutorKontaktKerstin A. Gräfe
Datum 06.08.2026  07:00 Uhr

Signifikant weniger Anfälle

Die Zulassung basiert auf der randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studie MARIGOLD mit 101 Patienten im Alter von zwei bis 19 Jahren. Die Teilnehmenden litten an Anfällen, die trotz mindestens zweier zuvor eingesetzter Antiepileptika nicht ausreichend kontrolliert werden konnten. Sie erhielten als Zusatztherapie entweder Ganaxolon oder Placebo. Der primäre Endpunkt war die prozentuale Veränderung der Häufigkeit schwerer motorischer Anfälle innerhalb von 28 Tagen während der 17-wöchigen doppelblinden Behandlungsphase.

Am Ende der 13-wöchigen Erhaltungsphase zeigte sich unter Ganaxolon gegenüber Placebo ein statistisch signifikanter Vorteil: Im Durchschnitt verringerte sich die monatliche Anzahl schwerer Anfälle unter Ganaxolon um 29 Prozent und unter Placebo um 6 Prozent.

Die häufigsten Nebenwirkungen waren Somnolenz, Fieber, Speichelhypersekretion und saisonale Allergie.

88 Patienten der MARIGOLD-Studie nahmen an einer offenen Verlängerungsphase teil und erhielten bis zu 4,25 Jahre lang Ganaxolon. Insgesamt brachen 63,6 Prozent der Patienten die Studienteilnahme während dieser Phase ab. Als wesentliche Gründe galten mangelnde Wirksamkeit und unerwünschte Ereignisse.

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