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WHO-Bericht

Neuer Tiefstand bei globaler Mütter- und Kindersterblichkeit

Weltweit überleben mehr Mütter und ihre Kinder als je zuvor Schwangerschaft und Geburt. Nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks Unicef und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die Zahlen zu Kinder- und Müttersterblichkeit auf einem neuen Tiefststand. 
PZ/dpa
20.09.2019
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Die Todesfälle von Kindern bis fünf Jahren sind seit dem Jahr 2000 um fast die Hälfte zurückgegangen, Todesfälle bei schwangeren oder gebärenden Frauen sanken um mehr als ein Drittel, wie die Organisationen zum Weltkindertag am 20. September mitteilten. Der verbesserte Zugang zu bezahlbarer und guter Gesundheitsversorgung ist demnach der Hauptgrund für die gesunkenen Sterblichkeitsraten. «In Ländern, in denen es eine zuverlässige, bezahlbare, qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für alle gibt, können Frauen und Babys überleben und sich gut entwickeln», sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Dem neuen Bericht zufolge sind 2018 weltweit 6,2 Millionen Kinder unter 15 Jahren gestorben; davon der Großteil (5,3 Millionen) in den ersten fünf Lebensjahren. Von diesen wiederum starb fast die Hälfte in den ersten Lebensmonaten. Mehr als 290.000 Frauen starben aufgrund von Komplikationen während Schwangerschaft und Geburt. 

Nach wie vor sind die Überlebenschancen für Mütter und Kinder global sehr ungleich verteilt. Ein Kind zu bekommen, ist für Frauen in Afrika südlich der Sahara 50 Mal gefährlicher als in Industrieländern. 2018 starb im südlichen Afrika immer noch eines von 13 Kindern unter fünf Jahren.

Auf der ganzen Welt sterben jedes Jahr immer noch geschätzt 2,8 Millionen schwangere Frauen und Neugeborene. Das ist ein Todesfall alle elf Sekunden – laut UN meist aus Gründen, die verhindert werden könnten. Der Report «Levels and Trends in Child Mortality» wird federführend von Unicef erstellt, die Zahlen zur Müttersterblichkeit kommen federführend von der WHO.

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