| Christina Hohmann-Jeddi |
| 05.03.2021 17:25 Uhr |
In einer Publikation im »New England Journal of Medicine« weisen Wissenschaftler um Dr. Kimberly G. Blumenthal vom Massachusetts General Hospital in Boston auf diese verspäteten Lokalreaktionen hin, die betroffene Geimpfte stark irritieren können. Die Reaktionen stellten aber keinen Grund dar, die zweite Impfdosis nicht zu erhalten, schreiben sie. In einer Fallserie von zwölf Personen mit solchen verspäteten Reaktionen nach der ersten Dosis traten die Beschwerden nach der zweiten Dosis nur noch bei der Hälfte von ihnen auf.
Die Betroffenen wurden meist mit Kühlung der betroffenen Stellen, Antihistaminika und Glucocorticoiden behandelt. Die Symptome verschwanden im Schnitt nach sechs Tagen, die Dauer reichte von zwei bis elf Tagen. Es sei wichtig, diese bislang wenig beachteten unerwünschten Wirkungen zu kennen, um betroffene Geimpfte beruhigen und korrekt informieren zu können und vor allem zur zweiten Impfung anzuhalten, betonen die Autoren.
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