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Lebensmittel-Überwachung
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Multivitamin-Präparate für Kinder überflüssig bis bedenklich

Vitamine, Mineralstoffe, Milchsäurebakterien – die Lebensmittel-Überwachung in Baden-Württemberg hat 31 für Kinder ausgelobte Nahrungsergänzungsmittel untersucht und kommt zu einem vernichtenden Urteil.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 29.08.2023  16:00 Uhr
Multivitamin-Präparate für Kinder überflüssig bis bedenklich

Eine Untersuchung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts (CVUA) Karlsruhe von 31 Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder ergab, dass 61 Prozent zwar explizit für einen Verzehr durch Säuglinge und Kleinkinder bestimmt waren – aber sie allesamt seien nicht verkehrsfähig gewesen. «Gründe hierfür waren neben der irreführenden Aufmachung unter anderem auch darin nicht zugelassene Zusatzstoffe», heißt es im Abschlussbericht. Kritisiert werden hier unter anderem Konservierungs-, Trenn- und Süßungsmittel. Zudem seien Tageshöchstmengen überschritten worden.

Von Nahrungsergänzungsmitteln für Säuglinge und Kleinkinder sei grundsätzlich abzuraten, schreibt das CVUA. Auch älteren Kindern sollten Eltern keine derartigen Präparate geben. «Es wird empfohlen, auf natürliche Nährstoffquellen aus herkömmlichen Lebensmitteln durch ausgewogene Ernährung zu setzen und gegebenenfalls ärztlichen Rat einzuholen, sofern die Unterversorgung eines Nährstoffs befürchtet wird.» Im Allgemeinen gebe der Nährstoffstatus von Kindern Studien zufolge keinen Grund zur Sorge. Über herkömmliche Ernährung seien sie in der Regel ausreichend mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. 

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