| Johanna Hauser |
| 04.03.2026 12:00 Uhr |
In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Vita-Salute San Raffaele Universität Mailand wurde die Flüssigkeit aus Zysten untersucht, die 80 Patienten mit einer Vorstufe eines Pankreaskarzinoms entnommen wurden. In allen Proben war TNFα in verschiedenen Konzentrationen enthalten. Das Zytokin war bereits bei Vorliegen erster, noch nicht bösartig entarteter Zellen nachweisbar und stieg mit Fortschreiten der Erkrankung bis hin zu invasiven Karzinomen an.
»TNFα könnte sich als klinisch relevanter Biomarker für den Krankheitsfortschritt und auch für ein frühes Eingreifen eignen,« sagt Professor Dr. Alexander Kleger, Direktor des Instituts für Molekulare Onkologie und Stammzellbiologie am Universitätsklinikum Ulm, in einer Mitteilung.
Die Autoren betonen, dass die Ergebnisse dazu beitragen können, dass bereits sehr früh im Krankheitsverlauf therapeutisch interveniert werden kann, da die TNFα-abhängige Nische bereits vor Tumorentstehung entsteht. Die neuartige Diagnostik könnte Patienten zugute kommen, bei denen in der Bildgebung eine Pankreaszyste auffällt oder deren Symptome auf eine solche hinweisen sowie – als Verlaufskontrolle – Patienten mit intraduktalen papillär-muzinösen Neoplasien, einem zystischen Pankreastumor. Für die TNFα‑Diagnostik wird Zystenflüssigkeit entnommen, die durch eine Punktion oder während einer Operation gewonnen wird.