Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

LAK Brandenburg
-
Mit Optimismus in die Zukunft

Nach fünf Jahren neigt sich die Legislatur der Kammerversammlung unter Kammerpräsident Jens Dobbert in Brandenburg dem Ende. Es waren »harte, entscheidende Jahre für die Berufspolitik«, so sein Resümee. Aber nun stehen die Zeichen auf Optimismus. Dobbert ist sicher: Die Apothekerschaft startet in eine neue pharmazeutische Zukunft.
AutorKontaktEv Tebroke
Datum 11.06.2026  10:30 Uhr

Dobbert: »Aufbruch in eine andere pharmazeutische Zukunft«

Der Kammerpräsident unterstrich: »Wir stehen vor einem Aufbruch in eine neue, eine andere pharmazeutische Zukunft.« Bei aller berechtigten Kritik an den Rahmenbedingungen, bei aller Sorge der wirtschaftlichen Entwicklungen vieler Apotheken und bei allen künftigen Herausforderungen, dies gelte es nicht aus dem Blick zu verlieren.

»Wir sollten diese Chance ergreifen und aktiv und kreativ gestalten.« Die pharmazeutische Kompetenz stehe mittlerweile stärker im Fokus der Versorgung. Mit den pDL, mit erweiterten Präventionsangeboten, mit Medikationsanalysen und neuen digitalen Versorgungsformen entwickele sich die Apotheke zunehmend zu einem noch stärkeren heilberuflichen Partner.

Dies sei eine konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Aufgaben. »Die Zukunft der Apotheke wird sich daran messen lassen müssen, welchen Beitrag wir für die Gesundheit der Menschen, leisten, wie wir AMTS sicherer machen, wie wir Prävention stärken und wie wir die ärztliche Versorgung sinnvoll ergänzen können.«

Dobbert betonte dabei, es gehe um eine Miteinander mit den Ärzten. Die Grabenkämpfe der beiden Heilberufe Arzt und Apotheke müssten endlich aufhören.

Gerade in einem Flächenland wie Brandenburg ergäben sich mit den neuen Aufgaben erhebliche Chancen. Die Nachfrage nach pDL wachse. Immer mehr Menschen nähmen Apotheken als niedrigschwelligen Ansprechpartner in Gesundheitsfragen wahr. Aber neue Aufgaben könnten nur dann dauerhaft übernommen und ausgebaut werden, wenn sie auf einer wirtschaftlichen, tragfähigen Basis fußten.

Die angekündigten Verbesserungen mit der Apothekenreform und der Honorarerhöhung wertet Dobbert als gutes Zeichen. Wenn es gelinge, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu stabilisieren, Fachkräfte und Nachwuchs zu sichern und die pharmazeutische Kompetenz weiterzuentwickeln, »dann müssen wir uns um die Zukunft nicht sorgen«.

»Wir müssen die Zukunft selbst in die Hand nehmen und selbst entscheiden. Darin liegt die Chance der nachfolgenden Generation von Apothekerinnen und Apothekern. Nicht nur auf Veränderung reagieren, sondern pharmazeutische Zukunft aktiv gestalten. Ohne dabei anderen Berufsgruppen auf die Füße zu treten, sondern im Schulterschluss mit diesen.« Die Apothekerschaft habe in den zurückliegenden Jahren bewiesen, dass sie Veränderungen gestalten könne. »Deshalb blicke ich zuversichtlich in die Zukunft.«

Mehr von Avoxa