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Lunapharm-Skandal

Ministerin kontaktiert Krebspatienten

Als Folge des Lunapharm-Skandals und um den Austausch mit Krebspatienten in Brandenburg zu verbessern, sucht das Landesgesundheitsministerium verstärkt Kontakt zu Selbsthilfegruppen. Das kündigte die brandenburgische Vize-Regierungssprecherin Gerlinde Krahnert im Gespräch mit dem Berliner »Tagesspiegel« an.
Cornelia Dölger
24.10.2018  14:00 Uhr

Die neue Ressortleiterin Susanna Karawanskij (Die Linke) habe auf ihre Gesprächsangebote bereits einige positive Rückmeldungen der Selbsthilfegruppen bekommen, sagte Krahnert . Karawanskijs Amtsvorgängerin und Parteigenossin Diana Golze hatte in dieser Sache für kommunikative Versäumnisse Kritik einstecken müssen, weshalb Karawanskij wieder Boden gutmachen müsse, meint der »Tagesspiegel«. Der Austausch mit den Selbsthilfegruppen sei ein »neuralgischer Punkt«.

Der Skandal um gestohlene und womöglich unwirksame Krebsmedikamente hatte Krebspatienten in besonderem Maße erschüttert. Im Zuge der Affäre trat Gesundheitsministerin Golze zurück. Karawanskij, seit knapp einem Monat im Amt, geht nun in die Offensive und fordert eine Reform der Arzneimittelüberwachung.

Foto: DIE LINKE.Sachsen/Agentur Trialon

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