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Lunapharm-Skandal

Arzneimittelaufsicht auf dem Prüfstand

Als Konsequenz aus dem Lunapharm-Skandal um den Handel mit gestohlenen Krebsmedikamenten hat Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Linke) eine grundsätzliche Neuordnung der Arzneimittelaufsicht gefordert. 
dpa
22.10.2018  09:24 Uhr

Der Bund müsse dabei mehr Verantwortung übernehmen, erklärte die Ministerin in Potsdam. »Ich begrüße ausdrücklich die Ankündigung von Gesundheitsminister Jens Spahn, die Arzneimittelaufsicht zentralisieren zu wollen«, betonte Karawanskij. »Bislang ist das reine Ländersache.«

Um die weit verzweigten Vertriebsstrukturen von Arzneimittelhändlern wirksam kontrollieren zu können, seien direkte Abstimmungen zwischen den Behörden erforderlich, meinte Karawanskij. »Auch Staatsanwaltschaften und Polizei müssen bei verdächtigem Arzneimittel-Handel schneller ermitteln, damit wir solch illegales Treiben unterbinden können.«

In einem Brief an Spahn (CDU) schlägt die Ministerin eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe unter Federführung des Bundesgesundheitsministeriums vor. Diese Arbeitsgruppe sollte sich auf die wesentlichen Fragen der Optimierung von Verantwortlichkeiten, Abläufen und potenziellen rechtlichen Änderungen konzentrieren, schrieb Karawanskij.

Foto: Fotolia/Robert Kneschke

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