Das Augengel wird zunächst in eine Infusionsflasche abgefüllt und autoklaviert. Anschließend wird es in sterile Spritzen aufgezogen und über eine sterile Kanüle in sterile Augensalbentuben abgefüllt. / © DAC/NRF
Aus Apotheken sind Augengele mit 0,75 % oder 2 % Metronidazol auf Basis von Fertigarzneimitteln bekannt geworden. Für die Sterilherstellung ist aber nur das niedriger konzentrierte Gel mit gelöstem Wirkstoff umsetzbar. Die Formel wurde im DAC/NRF-Labor auf Praktikabilität überprüft (zum Rezepturhinweis: Metronidazol).
Die Zusammensetzung und Herstellung sind im Rezepturhinweis und im Rezepturenfinder beschrieben. Besonderes Augenmerk liegt auf der Sterilisierung. Denn auch Zubereitungen, die auf den Augenlidern angewendet werden, müssen der Arzneibuch-Monographie »Halbfeste Zubereitungen zur Anwendung am Auge« entsprechen. Deshalb muss das Metronidazol-Gel zur Anwendung am Lidrand auch steril sein.
Das Metronidazol-Gel wird zunächst in eine Infusionsflasche abgefüllt und autoklaviert. Anschließend wird das Gel in sterile Spritzen aufgezogen und über eine sterile Kanüle in sterile 3-ml-Augensalbentuben abgefüllt. Die Tuben werden noch in der Verpackung fest verschlossen. Wo diese speziellen Tuben erworben werden können, ist dem Bezugsquellennachweis für Packmittel und Applikationshilfen unter dem Suchbegriff »Augensalbentuben« zu entnehmen.