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Coronavirus-Krise

Medizinische Notfallreserven

Der Koalitionsausschuss einigte sich am Mittwoch darauf, in Zukunft eine Notfallreserve für wichtige medizinische Schutzausrüstungen und Medikamente anzulegen. Auch in medizinischen Einrichtungen und bei den Ländern sollen dezentrale Vorräte angelegt werden, der Bund sicherte finanzielle Unterstützung zu. 
dpa
PZ
04.06.2020  09:54 Uhr

Als Konsequenz aus den Erfahrungen in der Coronavirus-Krise wird Deutschland eine Notfallreserve für wichtige medizinische Schutzausrüstungen und Medikamente anlegen. Das hat der Koalitionsausschuss am Mittwoch im Kanzleramt in Berlin beschlossen.

Darüber hinaus sollen auch dezentral in medizinischen Einrichtungen und beim Katastrophenschutz der Länder Vorräte angelegt werden. Der Bund will die Länder bei der Finanzierung der Erstausstattung mit einer Milliarde Euro unterstützen. Darüber hinaus sprachen sich die Spitzen von Union und SPD dafür aus, dass künftig wieder verstärkt Medikamente und Schutzgüter in Deutschland produziert werden sollen. Für ein Förderprogramm steht eine Milliarde Euro zur Verfügung. Mit einem drei Milliarden Euro schweren »Zukunftsprogramm Krankenhäuser« soll ferner der Aufbau und Unterhalt von Notfallkapazitäten und eine zeitgemäße digitale Infrastruktur vorangebracht werden. Auch die Gesundheitsämter sollen zur künftigen Infektionsbekämpfung personell aufgestockt werden.

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