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Covid-19
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Medikamente per Lostrommel

Zwei Mediziner der Universität Pittsburgh schlagen vor, die knappen Covid-19 Medikamente wie Remdesivir per Los an die Patienten zu verteilen. Den Autoren zufolge entspricht dieses Vorgehen einer fairen Verteilung von Arzneimitteln und die Wissenschaft würde ebenfalls davon profitieren.
AutorKontaktCharlotte Kurz
Datum 02.07.2020  08:00 Uhr

Wissenschaftlicher Nutzen

Das Ziel der Lotterie soll dabei eine faire Verteilung von knappen öffentlichen Mitteln sein, heißt es. Zudem funktioniere die Medikamentenvergabe über dieses System randomisiert. Das Vorhaben entspräche einem Experiment und dementsprechend könnten Aussagen über die kausalen Effekte der Wirkung des Medikaments im Nachgang getroffen werden, heben die Wissenschaftler hervor.

Trotz der Zufälligkeit wäre es möglich, auch bestimmte Public Health-Ziele in die Wahrscheinlichkeiten miteinzubeziehen, indem etwa bestimmte Gruppen, die besonders hart von der Pandemie betroffen sind, bevorzugt werden.

Verglichen mit dem möglichen Ergebnis, wäre der zusätzliche bürokratische Aufwand von Seiten der Bundesstaaten relativ klein, argumentieren White und Angus. Sie gehen sogar einen Schritt weiter und sind der Überzeugung, dass die Randomisierung der Medikamentenvergabe den Verwaltungsaufwand in den US-Kliniken im Vergleich zu einem strikten Medikamentenvergabeprotokoll erheblich reduzieren könnte.

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